Mein Handy funktionierte in Shanghai besser als mein Laptop.
Das hatte ich nicht erwartet.
Ich war für knapp zwei Wochen in China. Noch vor dem Abflug hatte ich internationales Datenroaming aktiviert. Nach der Landung öffnete ich auf dem Handy Google.
Es funktionierte.
WhatsApp ebenfalls.
Für einen Moment dachte ich: Das Internetproblem in China wird offenbar überschätzt.
Am Abend verband ich meinen Laptop mit dem Hotel-WLAN.
Gmail laden.
Nichts.
Google öffnen.
Nichts.
WhatsApp Web.
Ebenfalls nichts.
Jetzt verstand ich, warum mein Telefon und mein Laptop scheinbar in zwei verschiedenen Internetwelten lebten.
Der Internetzugang in China wird staatlich kontrolliert; Dienste wie Google und WhatsApp sind über gewöhnliche lokale Verbindungen nicht frei erreichbar. Mein internationales Roaming hatte diese Einschränkung auf dem Smartphone weitgehend unsichtbar gemacht.
Der Laptop hing dagegen direkt am Hotelnetz.
Und plötzlich war meine Aufgabe viel konkreter als „Welches ist das beste VPN für China?“.
Am nächsten Morgen musste ich eine Datei aus Gmail laden, mit Kollegen schreiben und weiterreisen.
Ich brauchte einen Weg, der meinen Laptop wieder zu meinen normalen Diensten brachte.
Kurzfassung und Einordnung
Worauf kommt es bei Bestes VPN für China? Für Reisende zählt, was nach der Landung tatsächlich noch wirklich an?
Nach der Landung öffnete ich auf dem Handy Google. Für einen Moment dachte ich: Das Internetproblem in China wird offenbar überschätzt.
Was hier wichtig ist
- Für einen kurzen Aufenthalt kann internationales Roaming oder eine passende Reise-eSIM sehr bequem sein. Auch aktuelle Reisende beschreiben, dass Google, WhatsApp und andere westliche Dienste über solche Verbindungen auf dem Smartphone funktionieren können.
- Vorsichtshalber hatte ich schon vor der Reise einen bekannten VPN-Anbieter installiert. Zu Hause funktionierte die App problemlos.
Produktquelle: offizielle Website von OnlydogVPN
Auf dem Handy brauchte ich zunächst gar keinen VPN
Das war die erste Überraschung.
Für einen kurzen Aufenthalt kann internationales Roaming oder eine passende Reise-eSIM sehr bequem sein. Auch aktuelle Reisende beschreiben, dass Google, WhatsApp und andere westliche Dienste über solche Verbindungen auf dem Smartphone funktionieren können.
Das deckte sich genau mit meinem ersten Tag.
Solange ich nur das Handy verwendete, war mein Problem praktisch gelöst.
Also machte ich das Naheliegende: Hotspot einschalten und den Laptop darüber verbinden.
Gmail öffnete.
Die Datei war da.
Für ungefähr zehn Minuten hielt ich das für die Antwort auf meine ganze VPN-Suche.
Vielleicht brauchte ich überhaupt keinen VPN.
Dann sah ich auf den Datenverbrauch.
Der Laptop sollte in den nächsten Tagen noch Cloud-Dateien synchronisieren, Videocalls führen und mehrere Stunden Arbeitsverkehr erzeugen. Außerdem wollte ich das Smartphone nicht ständig als Router betreiben.
Damit änderte sich mein Urteil.
Roaming war eine sehr gute Handylösung.
Ich brauchte aber noch eine Laptoplösung für Hotel-WLAN.
Und genau dort wurde der VPN wieder interessant.

Mein großer VPN war bereit – das chinesische Netz weniger
Vorsichtshalber hatte ich schon vor der Reise einen bekannten VPN-Anbieter installiert.
Zu Hause funktionierte die App problemlos.
Also öffnete ich sie im Hotel.
Server auswählen.
Verbinden.
Warten.
Noch einmal.
Anderen Server nehmen.
Wieder warten.
Eine stabile Verbindung kam nicht zustande.
Das überraschte mich mehr als die gesperrten Webseiten.
Ich hatte bisher gedacht: Ein VPN verschlüsselt den Datenverkehr, also sieht das Netz ohnehin nicht, was darin passiert.
Das stimmt nur zur Hälfte.
Forschung zur Great Firewall zeigt, dass auch verschlüsselter Umgehungsverkehr anhand charakteristischer Verkehrsmuster erkannt und blockiert werden kann. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob der Tunnel verschlüsselt ist, sondern auch, wie leicht er als solcher auffällt.
Damit verlor die große Serverliste meines ersten Anbieters plötzlich an Bedeutung.
Ich brauchte keinen VPN mit möglichst vielen Ländern.
Ich brauchte einen Tunnel, der auf dem Netz vor mir überhaupt zustande kam.
In China wurde Unauffälligkeit wichtiger als Serverzahl
An diesem Punkt probierte ich OnlydogVPN↗ auf dem Laptop.
Statt eine lange Liste von Ländern und Protokollen durchzugehen, wählte ich die Situation für ein restriktives Netzwerk.
Verbinden.
Die Verbindung blieb stehen.
Ich öffnete Gmail.
Posteingang.
Dann Google.
Suchergebnisse.
WhatsApp Web synchronisierte seine Nachrichten.
Ich lud die Datei herunter, die ich für den nächsten Morgen brauchte.
Fertig.
Das war der Moment, an dem ich aufgehört habe, über die Größe eines VPN-Anbieters nachzudenken.
Der erste Dienst hatte mehr Infrastruktur.
Die kleinere App erledigte die Aufgabe.
Erst danach interessierte mich die technische Seite. Der Dienst kombiniert einen auf HTTP/3 basierenden Transport mit zusätzlicher Verkehrsverschleierung. Genau das passte zu dem Problem, vor dem ich im Hotel saß: Der Tunnel musste nicht nur verschlüsselt sein, sondern sich unter restriktiven Netzbedingungen auch erfolgreich aufbauen können.
Ich kann von außen nicht beobachten, welche konkrete interne Filterregel bei den beiden Verbindungen ausgelöst wurde. Das sichtbare Ergebnis reichte mir: Der erste Tunnel kam nicht zuverlässig zustande; der zweite verband sich und meine Arbeitsdienste öffneten.
Damit war mein eigentliches Problem gelöst.
Danach wurde Roaming zur Reserve statt zur Hauptlösung
Bis dahin hatte mein Smartphone weiterhin das internationale Datenpaket verwendet.
Das funktionierte gut, kostete aber Datenvolumen.
Jetzt verband ich auch das Telefon mit dem Hotel-WLAN.
Damit entstand sofort das nächste kleine Reiseproblem: zweites Gerät, zweite VPN-Einrichtung.
Bei vielen Diensten bedeutet das wieder Account suchen, E-Mail eingeben und Passwort bestätigen.
Hier konnte ich den Zugang stattdessen über einen Verifizierungscode auf das zweite Gerät bringen.
Kurz danach liefen meine gewohnten Dienste auch dort über das Hotelnetz.
Das war kein zweiter großer Durchbruch. Aber es änderte meine Reiseplanung ziemlich praktisch.
Im Hotel nutzte ich WLAN auf Laptop und Smartphone.
Unterwegs blieb das internationale Roaming meine Reserve.
Damit hatte ich zwei funktionierende Wege statt nur eines.
Und genau das fühlte sich in China wertvoller an als irgendein Geschwindigkeitstest, den ich vor der Reise zu Hause hätte durchführen können.
Eine lokale chinesische SIM löst wieder ein anderes Problem
Auch eine lokale SIM kann sinnvoll sein.
Wer chinesische Apps und lokale Dienste intensiv verwendet, kann von einer chinesischen Telefonnummer profitieren.
Nur macht sie aus dem normalen chinesischen Internetzugang nicht plötzlich denselben Zugang, den ich zu Hause gewohnt bin.
Google, WhatsApp und andere blockierte Dienste bleiben über lokale Netze von den entsprechenden Beschränkungen betroffen.
Damit waren meine drei Möglichkeiten plötzlich sauber getrennt:
Eine lokale SIM hilft bei lokalen Diensten.
Internationales Roaming oder eine Reise-eSIM kann für das Smartphone sehr bequem sein.
Ein funktionierender VPN wird besonders interessant, sobald Laptop, Hotel-WLAN und mehrere Geräte ebenfalls zu meiner normalen digitalen Umgebung gehören.
Das ist viel hilfreicher als die Frage, welcher Anbieter die längste Serverliste hat.
Die kleinere App hat trotzdem einen klaren Nachteil
OnlydogVPN hat weniger Serverstandorte als die großen etablierten VPN-Anbieter. Dazu kommen eine kürzere öffentliche Geschichte und weniger unabhängige Bewertungen.
Wenn ich vor allem ständig zwischen vielen Ländern und konkreten Städten wechseln wollte, würde ich das stärker gewichten.
In Shanghai hatte ich aber kein Geografieproblem.
Ich hatte ein Verbindungsproblem.
Der große Anbieter bot mir viele Server, die mir auf dem Hotelnetz wenig nützten, solange ich überhaupt keinen stabilen Tunnel bekam.
Die kleinere App gab mir weniger Auswahl.
Aber Gmail öffnete.
Und genau dort änderte sich mein Maßstab:
Ein erreichbarer Dienst war wertvoller als eine große Zahl theoretisch verfügbarer Server.
In China gehört allerdings noch etwas zur Vorbereitung
Die technische Frage ist nicht die einzige.
Das Auswärtige Amt weist aktuell darauf hin, dass die Nutzung von VPN-Diensten zur Umgehung der staatlichen Internetzensur in China verboten ist und empfiehlt Reisenden, darauf zu verzichten. Diese Rahmenbedingung sollte man vor der Reise kennen und in die eigene Entscheidung einbeziehen.
Für die technische Vorbereitung bleibt trotzdem eine wichtige Erkenntnis:
Man sollte einen VPN nicht erst nach der Landung aussuchen.
Wenn Webseiten, App-Stores oder Supportseiten bereits eingeschränkt erreichbar sind, wird selbst die Installation unnötig kompliziert.
Ich würde deshalb alles, was ich auf Laptop und Smartphone benötigen könnte, vor der Abreise einrichten und testen.
Nicht weil ein Test zu Hause beweist, dass die Verbindung in China funktionieren wird.
Sondern weil ich nach der Landung möglichst wenige zusätzliche Schritte haben möchte.
Was ist also wirklich das beste VPN für eine China-Reise?
Nach dieser Reise würde ich VPN, Roaming und eSIM nicht mehr gegeneinander ausspielen.
Roaming war auf meinem Smartphone zunächst die einfachste Lösung.
Für den Laptop über Hotel-WLAN reichte das aber nur, solange ich mein Handy dauerhaft als Hotspot verwendete.
Der etablierte VPN-Anbieter war installiert und bot deutlich mehr Infrastruktur, brachte auf dem Netz vor mir aber keine brauchbare Verbindung zustande.
Die kleinere App tat genau das.
Sie stellte den Tunnel her, Gmail und WhatsApp Web öffneten, und anschließend konnte ich auch das zweite Gerät ohne eine neue klassische Kontoanmeldung verbinden.
Für China hat sich mein Vergleich deshalb verschoben.
Nicht mehr:
Wie viele Server besitzt der Anbieter?
Wie hoch ist die maximale Geschwindigkeit?
Wie viele Länder stehen in der App?
Sondern:
Wenn ich im Hotel sitze und in zehn Minuten eine Arbeitsdatei aus Gmail brauche – kommt die Verbindung zustande oder nicht?
Der erste Anbieter hatte auf dem Papier mehr Möglichkeiten.
OnlydogVPN ließ mir in diesem Moment die Möglichkeit übrig, die tatsächlich zählte.
Für eine China-Reise ist deshalb nicht der VPN am wertvollsten, der vor dem Abflug am größten aussieht, sondern der, mit dem das gewohnte Internet nach der Landung wieder praktisch benutzbar wird.
Fragen, die sich daraus ergeben
Worauf kommt es bei Bestes VPN für China? Für Reisende zählt, was nach der Landung tatsächlich noch wirklich an?
Nach der Landung öffnete ich auf dem Handy Google. Für einen Moment dachte ich: Das Internetproblem in China wird offenbar überschätzt.
Welches Kriterium zählt im Alltag am meisten?
Für einen kurzen Aufenthalt kann internationales Roaming oder eine passende Reise-eSIM sehr bequem sein. Auch aktuelle Reisende beschreiben, dass Google, WhatsApp und andere westliche Dienste über solche Verbindungen auf dem Smartphone funktionieren können.
Was sollte ich praktisch testen, bevor ich mich für ein VPN entscheide?
Vorsichtshalber hatte ich schon vor der Reise einen bekannten VPN-Anbieter installiert. Zu Hause funktionierte die App problemlos.
