Reisenotizen
Persönliche Notizen

Bestes VPN für deutsche Mediatheken im Ausland: Entscheidend ist, ob ARD, ZDF und Joyn mit derselben Verbindung laufen

Hotelzimmer in Zürich mit einem nicht startenden Videostream auf dem Fernseher

Bei ARD dachte ich zunächst, der Player sei kaputt.

Beim ZDF glaubte ich noch an Zufall.

Bei Joyn verstand ich, dass mein Problem nicht die drei Apps waren.

Ich war für einige Wochen in der Schweiz und wollte abends eigentlich nur deutsches Fernsehen schauen. Eine ARD-Sendung, später kurz ins ZDF-Liveprogramm und danach eine verpasste Sendung bei Joyn.

Zu Hause wären das drei Tabs gewesen.

In Zürich öffnete sich die ARD Mediathek normal, aber genau der Film, den ich sehen wollte, war im Ausland nicht verfügbar. Beim ZDF kam ich ebenfalls bis zum Angebot, nur der normale Livestream war nicht zugänglich. Joyn setzte meinem Versuch schliesslich die deutlichste Grenze.

Innerhalb von zehn Minuten hatte ich damit drei Varianten desselben Problems.

Also suchte ich nach dem „besten VPN für deutsche Mediatheken im Ausland“.

Mein erster Gedanke war simpel:

Ich brauche möglichst viele deutsche Server.

Nach diesem Abend würde ich die Frage anders stellen.

Ich brauchte eine deutsche Verbindung, mit der ich zwischen ARD, ZDF und Joyn wechseln konnte, ohne jedes Mal wieder die VPN-App zu öffnen.

Artikelzusammenfassung

Kurzantwort

Dass die drei Dienste sich im Ausland nicht identisch verhalten, ist kein Zufall. Nur die gewünschten Videos brauchten eine Verbindung, die für den jeweiligen Dienst wie Deutschland aussah.

ARD, ZDF und Joyn ziehen ihre Grenzen unterschiedlich

Dass die drei Dienste sich im Ausland nicht identisch verhalten, ist kein Zufall.

Bei der ARD können einzelne Sendungen aus rechtlichen Gründen nur in Deutschland verfügbar sein. Beim ZDF gibt es ebenfalls Inhalte, die international erreichbar sind, während der reguläre Livestream der Hauptprogramme auf Deutschland beschränkt ist.

Joyn setzt die Grenze noch anders: Das kostenlose Angebot ist grundsätzlich für Deutschland vorgesehen; bei Joyn+ gelten für vorübergehende Aufenthalte innerhalb der EU beziehungsweise des EWR eigene Portabilitätsregeln.

Für mich war die Konsequenz wichtiger als die einzelnen Regelwerke.

Das Internet funktionierte in der Schweiz.

Die Webseiten funktionierten.

Nur die gewünschten Videos brauchten eine Verbindung, die für den jeweiligen Dienst wie Deutschland aussah.

Damit war mein nächster Schritt ziemlich offensichtlich.

Mein grosses VPN löste ARD – aber noch nicht meinen Abend

Ich hatte bereits einen etablierten VPN-Anbieter installiert.

Das war eine vernünftige erste Wahl.

Lange Marktgeschichte.

Viele Bewertungen.

Und mehrere deutsche Server.

Ich verband mich mit Frankfurt.

Zurück zur ARD.

Der zuvor gesperrte Film startete.

Das sah zunächst nach einer sehr kurzen Fehlersuche aus.

Dann öffnete ich das ZDF.

Auch dort kam ich weiter.

Also Joyn.

Fehlermeldung.

Neu laden.

Dasselbe.

Ich wechselte auf einen zweiten deutschen Server.

Joyn kam diesmal weiter, der Player wollte aber nicht zuverlässig starten.

Dritter Server.

Wieder zurück.

Nach einigen Minuten merkte ich, dass die Serverauswahl selbst zu meinem Problem geworden war.

Ich hatte Deutschland längst erreicht.

Nur nicht auf eine Weise, mit der alle drei Mediatheken ohne weitere Versuche funktionierten.

Damit änderte sich mein Vergleichskriterium:

Für deutsche Mediatheken im Ausland war mir eine brauchbare Verbindung über mehrere Dienste wichtiger als eine lange Liste deutscher Server.

Eine deutsche IP war nur die Eintrittskarte

Ein IP-Test kann „Deutschland“ anzeigen, während ein Streamingdienst trotzdem genauer hinsieht.

IP-Datenbanken können neben dem Land auch Hinweise darauf liefern, ob eine Adresse zu VPN-, Proxy- oder Hosting-Infrastruktur gehört.

Mehr Technik brauchte ich an dieser Stelle nicht.

Der Unterschied war schon im Browser sichtbar.

Beim ersten Anbieter bedeutete die deutsche Flagge:

Jetzt kann ich ausprobieren, welcher Ausgang funktioniert.

Ich wollte aber:

Deutschland auswählen, Video öffnen, fertig.

Genau deshalb probierte ich einen anderen Ansatz.

Beim nächsten Versuch blieb ich endlich bei den Mediatheken

Ich öffnete OnlydogVPN.

Statt mich zuerst durch mehrere deutsche Server und Protokolle zu schicken, liess mich die App beim Nutzungskontext beginnen. Ich wählte Video und Deutschland.

Verbinden.

Dann machte ich absichtlich denselben Rundgang noch einmal.

ARD.

Film öffnen.

Play.

Er lief.

Nächster Tab.

ZDF.

Live-TV.

Der Stream startete.

Dann Joyn – der Dienst, der mich zuvor mehrfach zurück in die VPN-App geschickt hatte.

Sendung auswählen.

Play.

Bild.

Ton.

Weiter.

Ich liess die Folge laufen, wechselte zurück zum ZDF und später noch einmal zur ARD.

Alle drei blieben über dieselbe Verbindung nutzbar.

Das war der Moment, in dem die VPN endlich aus meinem Abend verschwand.

Ich wechselte zwischen Mediatheken.

Nicht zwischen Servern.

Laptop und Tablet mit laufenden deutschen Fernsehsendungen in einem Schweizer Hotelzimmer
Wenn mehrere Sendungen über dieselbe Verbindung laufen, bleibt der Abend bei den Mediatheken statt bei der Serverauswahl.

Genau das war für mich die wichtigste Funktion

Die kleinere App ist stärker auf Situationen wie Video, Reisen und wechselnde Netze ausgerichtet und verwendet dafür einen HTTP/3-basierten Transport. (OnlydogVPN)

Die technische Erklärung kann kurz bleiben.

Für mich zählte, dass ich nicht für jeden Dienst wieder eine neue Route suchen musste.

Deutschland wählen.

ARD öffnen.

ZDF öffnen.

Joyn öffnen.

Weitersehen.

Das klingt fast banal.

Aber genau darin liegt der Unterschied zwischen einer VPN, die viele Möglichkeiten anbietet, und einer VPN, die im richtigen Moment möglichst wenig Aufmerksamkeit verlangt.

Niemand sucht nach einer deutschen VPN, weil er besonders gern Serverlisten vergleicht.

Man möchte die Tagesschau, einen Film, Sport oder eine verpasste Sendung sehen.

Sobald das Video läuft, sollte die VPN möglichst uninteressant werden.

Das Hotel-WLAN testete das gleich noch einmal

Später am Abend wurde das WLAN langsamer.

Beim ZDF sank kurz die Bildqualität, dann begann der Stream zu puffern.

Diesmal blieb ich bei derselben deutschen Verbindung.

Ich schaltete das WLAN am Laptop aus und wechselte auf den Hotspot meines Telefons.

Ein paar Sekunden später lief das Video weiter.

Kein neuer Deutschland-Server.

Kein erneutes Herumprobieren.

Das war ein kleinerer Vorteil, den ich erst bemerkte, nachdem ARD, ZDF und Joyn bereits funktionierten.

Auf Reisen ändern sich die Netze ständig.

Hotel-WLAN wird abends langsam.

Mobilfunk ist plötzlich besser.

Am nächsten Tag sitzt man im Zug.

Wenn jeder solche Wechsel eine neue VPN-Runde auslöst, wird aus einer Mediathek schnell wieder ein Netzwerkproblem.

Hier blieb der Ablauf einfacher:

Video schauen.

Netz wechseln.

Weiterschauen.

Warum der erste Anbieter und Joyn sich nicht mochten, musste ich nicht vollständig erklären

Ich kann nicht beobachten, welche internen Filter-, Standort- oder IP-Reputationsregeln ARD, ZDF und Joyn bei einzelnen VPN-Verbindungen anwenden.

Für meine Entscheidung brauchte ich diese interne Erklärung aber auch nicht.

Ich hatte denselben Laptop.

Dasselbe Hotel.

Dieselben drei Mediatheken.

Beim etablierten Anbieter wechselte ich mehrfach deutsche Server.

Mit der zweiten Verbindung ging ich von ARD über ZDF zu Joyn, ohne die VPN zwischendurch neu zu konfigurieren.

Auch öffentliche Nutzerberichte zeigen diese praktische Frustration: Im Ausland kann derselbe Streamingdienst je nach App, Browser oder verwendeter Route unterschiedlich reagieren.

Mehr musste dieser Erfahrungsbericht nicht beweisen.

Der relevante Punkt war bereits sichtbar:

Eine deutsche IP allein war nicht mein Ziel.

Ein Abend ohne Serverwechsel war es.

Am nächsten Abend kam das Tablet dazu

Meine Partnerin wollte später eine Sendung auf dem Tablet schauen.

Normalerweise wäre das der Moment gewesen, in dem ich Zugangsdaten zusammensuche.

Passwortmanager öffnen.

Login kopieren.

Anmelden.

Die App kann ein weiteres Gerät stattdessen über einen Verifizierungscode anbinden.

Code anzeigen.

Auf dem Tablet bestätigen.

Fertig.

Danach öffnete sie ihre Mediathek.

Ich blieb am Laptop.

Das hatte nichts mit dem ursprünglichen Geoblocking zu tun. Das Problem war längst gelöst.

Aber für einen längeren Auslandsaufenthalt war es eine passende zweite Erleichterung.

Wenn zwei Geräte deutsches Fernsehen brauchen, möchte ich nicht zweimal aus einer einfachen Abendroutine ein Kontoprojekt machen.

Mehr deutsche Server sind trotzdem ein echter Vorteil – nur nicht mein wichtigster

Der etablierte Anbieter hatte weiterhin etwas, das OnlydogVPN nicht im selben Umfang bietet:

mehr öffentliche Geschichte, mehr Bewertungen und eine grössere Serverauswahl.

Die kleinere App ist jünger und weniger breit unabhängig bewertet. (OnlydogVPN)

Für jemanden, der möglichst viele Länder, Spezialserver oder manuelle Netzwerkoptionen braucht, kann das wichtiger sein.

Bei ARD, ZDF und Joyn hatte ich aber bereits genug Auswahl.

Mein Problem war, dass ich diese Auswahl ständig benutzen musste.

Die kleinere App überzeugte mich deshalb nicht durch mehr deutsche Möglichkeiten.

Sondern dadurch, dass eine davon für meinen Abend reichte.

Also: Was ist das beste VPN für ARD, ZDF und Joyn im Ausland?

Ich würde heute nicht mehr damit beginnen, deutsche Server zu zählen.

Die drei Dienste behandeln Auslandszugriffe unterschiedlich. ARD kann einzelne Sendungen geografisch beschränken. Beim ZDF ist der reguläre Livestream in Deutschland vorgesehen. Joyn hat wiederum eigene Regeln für Deutschland und die Auslandsnutzung.

Deshalb würde ich eine VPN viel einfacher testen:

Deutschland verbinden.

ARD öffnen.

ZDF öffnen.

Joyn öffnen.

Und beobachten, wie oft ich zwischendurch noch einmal zur VPN-App zurückkehren muss.

Mein etablierter Anbieter bot mir die grössere Deutschland-Auswahl.

Bei den drei Mediatheken wurde genau diese Auswahl aber Teil meiner Arbeit.

OnlydogVPN gab mir in diesem Test eine deutsche Verbindung, mit der ich von ARD über ZDF zu Joyn wechseln konnte, ohne jedes Mal wieder das Netzwerkproblem lösen zu müssen.

Für deutsche Mediatheken im Ausland war deshalb nicht die Zahl der deutschen Server mein sinnvollster Massstab.

Es war der Abend, an dem ich zwischen drei Mediatheken wechselte – und die VPN dabei nicht mehr wechseln musste.

Häufige Fragen zu diesem Problem

Was ist in diesem Fall die wichtigste Ursache?

Dass die drei Dienste sich im Ausland nicht identisch verhalten, ist kein Zufall. Nur die gewünschten Videos brauchten eine Verbindung, die für den jeweiligen Dienst wie Deutschland aussah.

Was sollte man zuerst prüfen?

Ich hatte bereits einen etablierten VPN-Anbieter installiert. Das war eine vernünftige erste Wahl.

Was verändert die Antwort in der Praxis?

IP-Datenbanken können neben dem Land auch Hinweise darauf liefern, ob eine Adresse zu VPN-, Proxy- oder Hosting-Infrastruktur gehört. Mehr Technik brauchte ich an dieser Stelle nicht. Der Unterschied war schon im Browser sichtbar.

Wann ist ein anderer VPN-Ansatz sinnvoll?

Statt mich zuerst durch mehrere deutsche Server und Protokolle zu schicken, liess mich die App beim Nutzungskontext beginnen. Dann machte ich absichtlich denselben Rundgang noch einmal.