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Bestes VPN für Liechtenstein: Nach dem Datenleck zählte für mich, welche Daten das VPN selbst wollte

Laptop in einem Arbeitsraum in Liechtenstein mit einem VPN-Anmeldefeld für die E-Mail-Adresse

Bestes VPN für Liechtenstein: Nach dem Datenleck zählte für mich, welche Daten das VPN selbst wollte

Ich wollte eigentlich nur eine VPN installieren.

Die Meldung über den Cyberangriff in Liechtenstein war noch keine zehn Minuten alt auf meinem Bildschirm, als ich den App Store öffnete. Ich arbeitete an diesem Vormittag außerhalb des Büros, musste später noch auf mehrere geschäftliche Webdienste zugreifen und hatte plötzlich das unangenehme Gefühl, digital zu viele Spuren zu hinterlassen.

Also tat ich das Naheliegende: Ich nahm einen bekannten VPN-Anbieter.

Die App öffnete sich.
„Konto erstellen.“
E-Mail-Adresse.
Passwort.
Da hielt ich zum ersten Mal inne.

Ich war gerade dabei, auf eine Nachricht über abgeflossene personenbezogene Daten zu reagieren – indem ich einem weiteren Dienst einen dauerhaften Identifikator gab.

Plötzlich ging es für mich nicht mehr nur darum, welche VPN die Verbindung verschlüsselt.

Es ging darum, wie viele neue Daten ich hinterlassen musste, bevor sie überhaupt damit anfing.

Kurzfassung und Einordnung

Worauf kommt es bei Bestes VPN für Liechtenstein wirklich an?

Ich war gerade dabei, auf eine Nachricht über abgeflossene personenbezogene Daten zu reagieren – indem ich einem weiteren Dienst einen dauerhaften Identifikator gab. Plötzlich ging es für mich nicht mehr nur darum, welche VPN die Verbindung verschlüsselt.

Was hier wichtig ist

  • In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2026 verschafften sich Unbekannte Zugang zum liechtensteinischen Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen.
  • Ich erstellte das Konto zunächst trotzdem. Der Anbieter hatte eine lange öffentliche Geschichte, eine große Infrastruktur, viele Bewertungen und mehr Serverstandorte, als ich jemals brauchen würde.

Der Angriff änderte die Frage

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2026 verschafften sich Unbekannte Zugang zum liechtensteinischen Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen. Betroffen waren Daten zu rund 31.000 Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften. Abgerufen wurden unter anderem Namen, Nationalitäten und Geburtsdaten wirtschaftlich Berechtigter; Vermögens-, Ertrags- oder Dividendendaten gehörten nach Angaben der Regierung nicht dazu.

Eine VPN auf meinem Laptop hätte diesen Angriff natürlich nicht verhindert. Der Angriff betraf ein fremdes Register und nicht meine Internetleitung.

Aber gerade deshalb blieb mir etwas anderes hängen: Daten, die ein Dienst nicht besitzt, können ihm bei einem späteren Vorfall auch nicht abhandenkommen.

Das passte zu einer größeren Entwicklung im Land. Liechtenstein hat seine Regeln zur Cybersicherheit bereits verschärft: Seit Februar 2025 gilt das Cyber-Sicherheitsgesetz zur Umsetzung von NIS2, im Juni 2026 folgte ein Umsetzungsplan mit 41 Maßnahmen für die nationale Cyberstrategie.

Für mich führte das direkt zurück zu dem Formular auf dem Bildschirm.

Wenn ich schon einen Dienst aus Datenschutzgründen installierte, wollte ich wissen, warum dieser Dienst zuerst meine E-Mail-Adresse brauchte.

Die große VPN funktionierte – und trotzdem blieb etwas hängen

Ich erstellte das Konto zunächst trotzdem.

Die Entscheidung war nachvollziehbar. Der Anbieter hatte eine lange öffentliche Geschichte, eine große Infrastruktur, viele Bewertungen und mehr Serverstandorte, als ich jemals brauchen würde.

Ich meldete mich an, nahm einen nahen Server und verband mich.

Das Firmenportal öffnete sich.
Ein Dokument ging raus.
Meine öffentliche IP-Adresse hatte sich geändert.

Technisch erledigte die VPN also genau die Aufgabe, für die ich sie eingeschaltet hatte.

Nur hatte ich dabei wieder eine neue Verbindung zwischen meiner normalen E-Mail-Adresse, einem Kundenkonto und einem weiteren Onlinedienst geschaffen.

Das störte mich mehr, als ich erwartet hatte.

Der Gedanke ist auch in öffentlichen Privacy-Diskussionen nicht ungewöhnlich: Nutzer versuchen alte Konten loszuwerden und merken dabei erst, bei wie vielen Diensten dieselbe E-Mail-Adresse über Jahre als dauerhafte Kennung liegen geblieben ist.

Damit hatte sich mein Vergleich verschoben.
Nicht mehr:
Welcher Anbieter hat mehr Server?
Sondern:

Wie wenig persönliche Identität muss ich einem VPN geben, bevor ich ihn benutzen kann?

Die zweite App verlangte diesen Tausch nicht

Dann öffnete ich die kleinere Anwendung.
Ich wartete auf das nächste Registrierungsformular.
Es kam nicht.

Für die grundlegende Nutzung musste ich kein klassisches Konto aus E-Mail-Adresse und Passwort anlegen.

Ich wählte die passende Nutzungssituation und verband mich.

Das war fast enttäuschend unspektakulär.
Keine Bestätigungsmail.
Kein neues Passwort.
Kein weiterer Eintrag im Passwortmanager.

Ich ging direkt zurück zu der Aufgabe, wegen der ich die App überhaupt geöffnet hatte.

Das Firmenportal lud.

Ich rief die benötigten Unterlagen ab, bearbeitete sie und schickte die Datei zurück.

Damit war die ursprüngliche Aufgabe erledigt: Ich konnte die Verbindung über die VPN führen, ohne vorher meine normale E-Mail-Adresse an einen weiteren VPN-Account zu hängen.

Und genau dadurch wurde aus einer scheinbar kleinen Designentscheidung der Punkt, der für mich in Liechtenstein am meisten zählte.

Vergleich zwischen einer VPN-Verbindung mit vorgeschaltetem E-Mail-Konto und einer Verbindung ohne Konto
Der kürzere Weg vermeidet eine zusätzliche Verknüpfung zwischen E-Mail-Adresse, Kundenkonto und VPN-Nutzung.

Weniger Datensammlung war nützlicher als das Versprechen, „anonym“ zu sein

Eine VPN kann meine öffentliche IP-Adresse vor den direkt aufgerufenen Diensten verbergen und meinen Netzwerkverkehr bis zum VPN-Endpunkt schützen.

Sie löscht aber nicht meine übrige Identität.

Wenn ich mich bei Microsoft 365, meiner Bank oder einem sozialen Netzwerk anmelde, kennt dieser Dienst weiterhin mein Konto. Cookies, Werbe-IDs und Browser-Fingerprinting können ebenfalls zur Wiedererkennung beitragen.

Deshalb überzeugte mich die fehlende Pflicht zu einem klassischen VPN-Konto mehr als ein großes Anonymitätsversprechen.

Die Anwendung konnte das Datenleck in Liechtenstein nicht rückgängig machen.

Sie verlangte von mir aber auch nicht, für mehr Privatsphäre zuerst wieder eine neue personenbezogene Verknüpfung anzulegen.

Das war ein Unterschied, den ich sofort verstehen konnte.

Erst danach fiel mir der Zähler auf

Nachdem die Arbeit erledigt war, öffnete ich einige Nachrichtenseiten, um nach neuen Informationen zum Angriff zu suchen.

Dabei bemerkte ich einen Zähler für blockierte Anfragen.

Er stieg während des Surfens weiter.

Die Anwendung blockiert neben Werbung auch bestimmte Tracking-Anfragen. Welche internen Filterregeln dabei im Einzelnen greifen, kann ich von außen nicht beobachten. Sichtbar war für mich aber, dass entsprechende Anfragen abgefangen wurden.

Das passte gut zu dem Problem, das ich gerade neu eingeordnet hatte.

Meine IP-Adresse war nur ein Teil meiner Datenspur. Webseiten und Apps arbeiten zusätzlich mit Cookies, Pixeln, Werbe-IDs und anderen Wiedererkennungsmethoden.

Der Zähler war deshalb kein Grund, die VPN ursprünglich zu installieren.

Er war der kleinere Grund, sie danach installiert zu lassen.

Ich hatte mit weniger Registrierung begonnen – und reduzierte beim normalen Browsen nebenbei weitere unnötige Anfragen.

In Liechtenstein wurde der klassische VPN-Vergleich plötzlich ziemlich nebensächlich

Normalerweise wird aus „Bestes VPN für Liechtenstein“ schnell eine Tabelle.

Wie viele Server?
Wie viele Länder?
Welche Geschwindigkeit?
Gibt es einen bestimmten Exit-Standort?
Für manche Nutzer sind das die richtigen Fragen.

Wer regelmäßig eine bestimmte Länder-IP benötigt, sollte vor der Entscheidung tatsächlich prüfen, ob der gewünschte Standort angeboten wird. Große Anbieter haben dort durch ihre umfangreichen Netze einen klaren Vorteil.

Die kleinere App hat weniger Standorte und eine kürzere öffentliche Geschichte. Es gibt entsprechend weniger Langzeiterfahrungen als bei den bekannten Marktführern.

Nur war das nicht der Grund, warum ich an diesem Vormittag überhaupt nach einer VPN gesucht hatte.

Ich brauchte keine lange Liste mit Flaggen.

Der aktuelle Vorfall in Liechtenstein hatte mich daran erinnert, dass selbst völlig legitime Datensammlungen später zum Ziel werden können.

Und sobald ich das als Ausgangspunkt nahm, erschien mir eine andere Eigenschaft wichtiger:

Nicht nur, wie sorgfältig ein VPN meine Daten nach der Registrierung behandelt.

Sondern welche persönlichen Daten er gar nicht erst von mir verlangt.

Welche VPN würde ich deshalb in Liechtenstein wählen?

Die etablierte VPN funktionierte.

Sie bot mehr Länder, eine längere Historie und deutlich mehr öffentliche Erfahrungswerte.

Wenn ich regelmäßig bestimmte Länderstandorte bräuchte, wäre das ein starkes Argument für sie.

Mein Problem war an diesem Tag aber ein anderes.

Ich wollte meine normale Verbindung über eine VPN führen, weil ich meine digitale Datenspur bewusster behandeln wollte. Dafür noch ein klassisches Konto mit meiner üblichen E-Mail-Adresse anzulegen, fühlte sich wie ein unnötiger Umweg an.

Die kleinere App ließ mich diesen Schritt überspringen.
Die Verbindung stand.
Meine Arbeit war erledigt.

Und erst danach entdeckte ich mit der Tracker-Blockierung noch einen zweiten, kleineren Grund, sie weiterzuverwenden.

Der Cyberangriff in Liechtenstein hat nicht bewiesen, dass jeder Einwohner plötzlich eine VPN braucht.

Er hat für mich lediglich die entscheidende Vergleichsfrage verändert.

Wenn ich eine VPN benutze, um weniger unnötige Datenspuren zu hinterlassen, bevorzuge ich in Liechtenstein diejenige, die nicht damit beginnt, eine neue von mir anzulegen.

Fragen, die sich daraus ergeben

Worauf kommt es bei Bestes VPN für Liechtenstein wirklich an?

Ich war gerade dabei, auf eine Nachricht über abgeflossene personenbezogene Daten zu reagieren – indem ich einem weiteren Dienst einen dauerhaften Identifikator gab. Plötzlich ging es für mich nicht mehr nur darum, welche VPN die Verbindung verschlüsselt.

Welches Kriterium zählt im Alltag am meisten?

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 2026 verschafften sich Unbekannte Zugang zum liechtensteinischen Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen.

Was sollte ich praktisch testen, bevor ich mich für ein VPN entscheide?

Ich erstellte das Konto zunächst trotzdem. Der Anbieter hatte eine lange öffentliche Geschichte, eine große Infrastruktur, viele Bewertungen und mehr Serverstandorte, als ich jemals brauchen würde.