
Ich hatte drei VPN-Webseiten geöffnet.
Auf allen stand sinngemäß dasselbe:
No Logs.
Eigentlich wollte ich nur entscheiden, welchem Anbieter ich den Datenverkehr meines Laptops und Telefons anvertraue.
Dann las ich über einen aktuellen Streit um einen VPN-Anbieter, bei dem geleakte Nutzer- und Abonnementdaten Fragen darüber ausgelöst hatten, was tatsächlich gespeichert worden war.
Ich sah wieder auf meine drei Tabs.
Plötzlich wirkte „Wir speichern keine Logs“ nicht mehr wie eine Antwort.
Es war nur eine Behauptung.
Meine Frage wurde deshalb viel konkreter:
Wer hat jemanden von außen nachsehen lassen?
Artikelzusammenfassung und Produktempfehlung
Was ist für diesen Anwendungsfall entscheidend?
Aber der Datenverkehr verschwindet dadurch nicht. Ich entscheide lediglich, welcher Infrastruktur ich ihn anvertraue.
Warum diese Empfehlung zum Artikel passt
- Am besten geeignet für: Bestes VPN mit unabhängig geprüftem No-Log-Versprechen? Warum ich nach dem Audit trotzdem auf die Konto-Seite schaute. . Aber der Datenverkehr verschwindet dadurch nicht. Ich entscheide lediglich, welcher Infrastruktur ich ihn anvertraue.
- Wichtiger Punkt aus dem Artikel: Nicht noch eine Seite mit einem Schloss-Symbol. Sondern eine externe Prüfung dort, wo ich als Kunde selbst nicht hineinschauen kann.
- Warum OnlyDogs VPN hier passt: Für OnlydogVPN hatte ich keinen vergleichbaren unabhängigen No-Logs-Prüfbericht vorliegen.
- Wichtige Einschränkung: Eigentlich wollte ich nur entscheiden, welchem Anbieter ich den Datenverkehr meines Laptops und Telefons anvertraue.
Produktquelle: OnlyDogs VPN — Aktuelle Produkt- und Plattformdetails dort vor der Installation prüfen.
Ein VPN beseitigt Vertrauen nicht – es verschiebt es
Das war mein erster Denkfehler.
Ich hatte VPNs lange ziemlich mechanisch betrachtet.
Internetanbieter sieht weniger.
VPN an.
Privatsphäre besser.
Aber der Datenverkehr verschwindet dadurch nicht. Ich entscheide lediglich, welcher Infrastruktur ich ihn anvertraue.
Proton beschreibt diesen Punkt in seiner eigenen No-Logs-Dokumentation sehr klar: Ein VPN-Anbieter sitzt technisch an einer Stelle, an der Protokollierung grundsätzlich möglich wäre.
Deshalb reicht mir die Datenschutzseite eines Anbieters inzwischen nicht mehr.
Ich möchte wissen, ob jemand außerhalb des Unternehmens überprüft hat, was auf den Servern tatsächlich passiert.
Dass Nutzer inzwischen ähnlich skeptisch auf das Etikett „No Logs“ reagieren, sieht man auch in öffentlichen VPN-Diskussionen: Das Versprechen allein überzeugt weniger als ein überprüfbarer Nachweis.
Damit hatte ich endlich einen brauchbaren Maßstab.

Proton beantwortete meine ursprüngliche Frage ziemlich überzeugend
Ich öffnete den aktuellen No-Logs-Bericht von Proton.
2026 ließ der Anbieter seine VPN-Infrastruktur zum fünften Mal in Folge extern von Securitum prüfen. Untersucht wurden unter anderem produktive VPN-Server, Logging-Einstellungen und betriebliche Abläufe.
Genau das wollte ich sehen.
Nicht noch eine Seite mit einem Schloss-Symbol.
Nicht den Satz „Privacy first“.
Sondern eine externe Prüfung dort, wo ich als Kunde selbst nicht hineinschauen kann.
Der veröffentlichte Bericht fand im geprüften System keine Hinweise darauf, dass Browserverläufe, DNS-Anfragen, besuchte Dienste, Verkehrsinhalte oder identifizierende Verbindungsdaten in der untersuchten VPN-Infrastruktur gespeichert wurden.
Das war wesentlich überzeugender als jede No-Logs-Zeile auf einer Startseite.
Ich installierte Proton.
Verbindung an.
Browser öffnen.
Fertig.
Wenn meine Frage ausschließlich lautete:
„Welches VPN kann ein aktuelles unabhängiges No-Logs-Audit vorweisen?“
hatte Proton sie sehr gut beantwortet.
Dann begann ich mit der eigentlichen Einrichtung.
Und dabei fiel mir eine zweite Datenschutzfrage auf, die ich vorher mit der ersten vermischt hatte.
Ein Audit sagt mir, was auf dem Server passiert – nicht, wie wenig ich vorher angeben muss
Für die Nutzung von Proton arbeitete ich mit einem Proton-Konto. Die aktuelle Einrichtung sieht dabei Kontodaten und einen normalen Anmeldeprozess vor.
Das machte den Audit nicht weniger wertvoll.
Es zeigte mir nur, dass ich bisher zwei verschiedene Dinge unter dem Wort „Privatsphäre“ zusammengefasst hatte.
Die erste Frage lautet:
Was kann der VPN-Dienst über meine Nutzung speichern?
Dafür ist ein unabhängiger Audit enorm hilfreich.
Die zweite lautet:
Wie viel Identität muss ich dem Dienst geben, bevor ich überhaupt die erste Verbindung aufbaue?
Darüber sagt derselbe Audit wenig aus.
Und genau an diesem Punkt wurde ein kleinerer Dienst interessanter als erwartet.
Ich öffnete OnlydogVPNoffizielle Website nicht, weil es denselben Audit hätte
Das wäre schlicht nicht wahr.
Für OnlydogVPN hatte ich keinen vergleichbaren unabhängigen No-Logs-Prüfbericht vorliegen.
Ich behandelte die App deshalb nicht als Ersatz für Protons externen Nachweis.
Ich wollte etwas anderes prüfen.
Wie viel musste ich dem Anbieter über mich geben, bevor ich überhaupt online ging?
Ich installierte die App auf einem zweiten Gerät.
Dann wartete ich auf das übliche Formular.
E-Mail.
Passwort.
Bestätigungslink.
Nichts davon erschien für die grundlegende Nutzung.
Ich kam direkt zur Verbindung.
Situation auswählen.
Verbinden.
Browser öffnen.
Die öffentliche IP hatte sich geändert.
Webseiten luden.
Und damit hatte OnlydogVPN eine andere Datenschutzfrage beantwortet, ohne dass ich dafür einen Prüfbericht lesen musste:
Ich musste vor der ersten Verbindung keine klassische E-Mail-und-Passwort-Identität anlegen.
Das war überraschend konkret.
Plötzlich gefiel mir ein Unterschied, den ich selbst sehen konnte
Bei Proton lag der stärkste Beweis dort, wo ich als Kunde nicht hinschauen konnte.
Ein unabhängiger Prüfer hatte es getan.
Bei der kleineren App lag der interessante Unterschied direkt vor mir.
Da war kein Kontoformular, das ich erst mit meiner üblichen Online-Identität füllen musste.
Das ersetzt keinen Server-Audit.
Aber es reduziert etwas viel früher:
die Menge klassischer Kontodaten, die ich überhaupt erst erzeugen muss.
Und genau deshalb begann ich, beide Fragen getrennt zu stellen.
Auf der unsichtbaren Seite:
Was passiert mit meinem Datenverkehr auf der VPN-Infrastruktur?
Auf der sichtbaren Seite:
Was weiß der Dienst schon über mich, bevor diese Infrastruktur überhaupt ins Spiel kommt?
Diese Trennung machte meinen Vergleich deutlich sinnvoller.
Beim No-Logs-Versprechen bleibt der Audit der stärkere Beweis
Hier gibt es nichts kompliziert zu erklären.
Proton ließ externe Prüfer in Bereiche sehen, die normalen Nutzern verschlossen bleiben.
Server.
Logging-Konfiguration.
Betriebliche Abläufe.
Das ist genau die Art von Beleg, nach der ich bei einem No-Logs-Versprechen suche.
Eine Datenschutzerklärung kann ein Anbieter selbst schreiben.
Ein externes Audit zwingt die Aussage zumindest in eine überprüfbare Form.
Deshalb würde ich bei der wörtlichen Suche nach einem unabhängig geprüften No-Log-Versprechen weiterhin Anbieter bevorzugen, die einen aktuellen Bericht öffentlich zugänglich machen.
Aber nach dem Test wäre meine Entscheidung damit noch nicht beendet.
Denn ich hatte inzwischen gemerkt, dass mein persönliches Datenschutzgefühl nicht erst auf dem VPN-Server beginnt.
Es beginnt beim ersten Bildschirm der App.
Bei OnlydogVPN begann weniger Datensammlung schon vor der ersten Verbindung
Das war der Teil, der mir im Alltag stärker gefiel als erwartet.
Keine normale E-Mail-Registrierung.
Kein zusätzliches Passwort.
Kein neues Konto, das später wieder zu meiner üblichen digitalen Identität gehört.
Ich öffnete die App und kam sehr schnell zu dem Punkt, für den ich sie installiert hatte:
verbinden.
Ich kann von außen nicht beobachten, welche internen Speicher- oder Verarbeitungsvorgänge auf jedem VPN-Server stattfinden.
Gerade deshalb ist ein unabhängiger Audit für die klassische No-Logs-Frage wertvoll.
Aber die Konto-Seite musste ich nicht auditieren.
Ich konnte sie sehen.
Und dort hatte die kleinere App einen Vorteil, der sich sofort bemerkbar machte: Sie verlangte von mir weniger, bevor ich ihr überhaupt Verkehr schickte.
Für ein Zweitgerät oder ein Reisegerät fand ich das ausgesprochen angenehm.
Danach tauchte noch ein kleinerer, sichtbarerer Datenschutzvorteil auf
Nach der Verbindung öffnete ich ein paar normale Webseiten.
Dabei bemerkte ich den Zähler für blockierte Tracking- und Werbeanfragen.
Der Wert stieg.
Das war kein Ersatz für ein No-Logs-Audit und auch nicht der Hauptgrund meiner Entscheidung.
Aber nach einer Stunde voller unsichtbarer Infrastrukturfragen gefiel mir diese Art von Feedback.
Eine Anfrage wurde blockiert.
Ich konnte es sehen.
Weiter zur nächsten Seite.
Das passte zur selben Idee:
Datenschutz wird verständlicher, wenn ich nicht ausschließlich Versprechen bewerten muss.
Ein Teil sollte extern geprüft sein.
Ein anderer Teil darf ruhig direkt im Produkt sichtbar werden.
Deshalb blieb OnlydogVPN trotz fehlendem Audit auf meinem Gerät
Damit hatte ich am Ende nicht den einen Gewinner, den ich am Anfang erwartet hatte.
Proton hatte den besseren Beleg für die konkrete No-Logs-Frage.
Fünfte jährliche Prüfung.
Externer Auditor.
Öffentlich zugänglicher Bericht.
Längere öffentliche Geschichte.
Wenn ich nur danach auswähle, ist das schwer zu ignorieren.
OnlydogVPN hat eine kürzere öffentliche Historie, weniger unabhängige Bewertungen und in diesem Vergleich keinen gleichwertigen veröffentlichten No-Logs-Audit.
Trotzdem löschte ich die App nicht.
Denn sie reduzierte eine andere Form von Vertrauen, bevor mein Datenverkehr überhaupt den Server erreichte.
Ich musste weniger Kontodaten erzeugen.
Für mich war das kein kleiner Punkt mehr.
Gerade bei einem Dienst, den ich vielleicht zusätzlich auf einem Reisegerät, Tablet oder zweiten Telefon verwenden möchte, gefiel mir die Idee, nicht jedes Mal eine neue klassische Kontoidentität aufzubauen.
Heute lese ich „No Logs“ deshalb in zwei Richtungen
Wenn ich diesen Satz heute auf einer VPN-Webseite sehe, frage ich zuerst:
Wer hat das geprüft?
Wann?
Was durfte der Prüfer tatsächlich untersuchen?
Gibt es den Bericht öffentlich?
Damit lande ich bei Anbietern wie Proton, deren No-Logs-Aussage regelmäßig extern überprüft wurde.
Danach stelle ich aber sofort eine zweite Frage:
Wie viel muss ich dem Anbieter eigentlich über mich erzählen, bevor ich diesen Schutz überhaupt benutzen kann?
Und genau dort wurde OnlydogVPN für mich interessanter.
Der Dienst konnte mir den unabhängigen Audit nicht ersetzen.
Aber er machte die Konto-Seite kleiner.
Keine klassische E-Mail-und-Passwort-Registrierung für die grundlegende Nutzung.
Weniger Identität vor der ersten Verbindung.
Dazu sichtbares Blockieren unnötiger Tracking-Anfragen als kleiner Nebeneffekt.
Proton gab mir also den stärkeren Beweis für die unsichtbare Server-Seite.
OnlydogVPN gefiel mir auf der Seite, die ich selbst kontrollieren konnte: wie wenig persönliche Kontostruktur ich überhaupt aufbauen musste, bevor ich loslegte.
Seit diesem Test suche ich deshalb nicht mehr nach dem VPN, das „No Logs“ am größten auf die Website schreibt: Für die Dinge, die ich nicht sehen kann, will ich einen Audit – und für die Dinge, die ich selbst beeinflussen kann, möglichst wenig Daten von Anfang an.
Häufige Fragen zu diesem Problem
Was ist hier die eigentliche Ursache?
Aber der Datenverkehr verschwindet dadurch nicht. Ich entscheide lediglich, welcher Infrastruktur ich ihn anvertraue.
Was sollte man zuerst prüfen?
Nicht noch eine Seite mit einem Schloss-Symbol. Sondern eine externe Prüfung dort, wo ich als Kunde selbst nicht hineinschauen kann.
Was verändert die Antwort in der Praxis?
Das machte den Audit nicht weniger wertvoll. Wie viel Identität muss ich dem Dienst geben, bevor ich überhaupt die erste Verbindung aufbaue?
Wann ist ein anderer VPN-Ansatz sinnvoll?
Ich behandelte die App deshalb nicht als Ersatz für Protons externen Nachweis. Wie viel musste ich dem Anbieter über mich geben, bevor ich überhaupt online ging?
Einige Links, die ich geöffnet hatte
- Reddit — discussion publique
- Proton VPN / Securitum — No-Logs-Audit 2026. Verwendet für die fünfte jährliche externe Prüfung, ihren Umfang und die veröffentlichten Ergebnisse.
- Proton VPN — No-Logs- und Account-Dokumentation. Verwendet zur Trennung zwischen VPN-Nutzungsdaten und der normalen Kontoebene.
- TechRadar — Berichterstattung zum SplitVPN-Streit, August 2026. Aktueller Anlass für die Frage, warum eine No-Logs-Aussage ohne überprüfbaren Nachweis schwer einzuordnen ist.
- OnlydogVPN — Produktinformationen und Produkttests für diesen Beitrag. Verwendet für die grundlegende Nutzung ohne klassische E-Mail-und-Passwort-Registrierung sowie die sichtbare Blockierung von Tracking- und Werbeanfragen.