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Bestes VPN für Spanien: Ich wollte kein Fußball sehen – trotzdem legte LaLiga meinen Spieleabend lahm

In einer Ferienwohnung in Valencia bleibt die Anmeldung eines Fabrikspiels um 18:57 Uhr hängen, während der Authentifizierungsdienst eine Zeitüberschreitung meldet

Um 18:57 Uhr saß ich in einer Ferienwohnung in Valencia und wartete darauf, dass drei Freunde aus Deutschland meinem Factorio-Server beitraten.

Der Server lief.
Discord lief.
Meine Glasfaserverbindung lief.
Nur Factorio wollte die Anmeldung nicht abschließen.
Ich startete das Spiel neu. Dann Steam. Dann den Rechner.
Nichts.

Drei Minuten später begann Real Sociedad gegen Espanyol – eines von drei LaLiga-Spielen an diesem Samstag, dem 29. August 2026.

Mit Fußball hatte mein Problem für mich trotzdem ungefähr so viel zu tun wie ein kaputter Drucker.

Artikelzusammenfassung und passende Einordnung

Wie kann eine LaLiga-Sperre in Spanien einen Factorio-Login treffen, obwohl das Spiel nichts mit Fußball zu tun hat?

Wenn IP-basierte Sperren gemeinsam genutzte Infrastruktur treffen, können viele unbeteiligte Domains dieselbe gesperrte Adresse mitbenutzen. Im Artikel war auth.factorio.com während eines LaLiga-Zeitfensters nicht erreichbar, obwohl Google, YouTube und die eigene Glasfaser normal funktionierten.

Warum das hier passt

  • Am besten für: Nutzer in Spanien, bei denen während LaLiga-Spielen einzelne völlig normale Dienste ausfallen, während der Rest des Internets weiterläuft.
  • Wichtiger Punkt: DNS-Wechsel halfen nicht; eine Browser-Erweiterung erreichte die Website, aber nicht Factorio selbst, weil nur der Browser umgeleitet wurde.
  • Grenze: Nicht jeder Ausfall während eines Spiels ist automatisch eine LaLiga-Sperre. Der Zusammenhang sollte mit Zeitfenster, anderen Netzen und Messdaten geprüft werden, bevor man die Ursache festlegt.

OnlydogVPN: OnlydogVPN passte in diesem Abend nur, weil die geräteweite alternative Route den Factorio-Login wieder erreichbar machte, ohne dass zusätzlich der VPN selbst zum neuen Diagnoseprojekt wurde.

Quellen aus dem Text

an diesem Samstag, dem 29. August 2026 · umfangreiche Messanalyse zu genau diesen Sperren veröffentlicht · Maßnahmen gegen konkret identifizierte Piraterie-Infrastruktur gerichtet seien

Produktquelle: OnlydogVPN

Zumindest dachte ich das.

Das Seltsame war, dass mein Internet gar nicht kaputt war

Ich öffnete YouTube.
Sofort da.
Google.
Auch da.
Speedtest.
Mehr als genug.
Dann gab ich auth.factorio.com direkt in den Browser ein.
Timeout.
Damit hörte ich auf, Factorio die Schuld zu geben.

Zwei Wochen zuvor hatte ein Nutzer in Spanien öffentlich genau dieses Problem beschrieben: Sein eigener Factorio-Server startete nicht mehr, weil auth.factorio.com nicht erreichbar war. Der Zeitpunkt war auffällig – gleichzeitig lief LaLiga. Der Nutzer führte den Ausfall auf die IP-Sperren zurück, die während der Spiele gegen illegale Streams eingesetzt werden.

Eine einzelne Forenmeldung hätte mich noch nicht überzeugt.

Nur hatte OONI Ende Juni bereits eine umfangreiche Messanalyse zu genau diesen Sperren veröffentlicht.

Plötzlich sah mein Samstagabend nicht mehr wie ein zufälliger Softwarefehler aus.

In Spanien kann eine Fußball-Sperre eine Website treffen, die Fußball überhaupt nicht kennt

Der Mechanismus dahinter ist überraschend simpel.

Während LaLiga-Übertragungen sperren spanische Internetanbieter bestimmte IP-Adressen, die mit nicht autorisierten Fußballstreams in Verbindung gebracht werden. Grundlage dafür sind gerichtliche Maßnahmen gegen illegale Übertragungen.

LaLiga selbst betont, dass diese Maßnahmen gegen konkret identifizierte Piraterie-Infrastruktur gerichtet seien.

Das eigentliche Problem entsteht an einer anderen Stelle:

Eine IP-Adresse gehört heute oft nicht zu genau einer Website.

Cloudflare, Amazon und andere Infrastruktur-Anbieter können sehr viele völlig unterschiedliche Dienste über dieselben Adressen erreichbar machen.

Für mich ist das wie ein Bürogebäude mit hundert Firmen und nur einem Haupteingang.
Wird die Tür wegen einer Firma abgeschlossen, stehen plötzlich auch die anderen 99 davor.
Genau diesen Kollateraleffekt hat OONI in Spanien gemessen.

Von 9,2 Millionen untersuchten Domains waren mindestens 554.507 irgendwann während LaLiga-Übertragungen von den beobachteten Sperren betroffen. In einzelnen einstündigen Zeitfenstern reichte die Blockierung von nur 4 bis 20 IP-Adressen aus, um mehr als 400.000 Domains zu beeinträchtigen, weil sie dieselbe Infrastruktur nutzten.

Darunter waren nicht nur Streamingseiten.

OONI dokumentierte unter anderem betroffene Seiten von Menschenrechtsorganisationen, Behörden, Universitäten, Nachrichtendiensten und Messaging-Plattformen.

Und offenbar konnte auch ein Spiel plötzlich vor derselben verschlossenen Tür stehen.

Natürlich änderte ich zuerst den DNS

Cloudflare DNS.
Dann Google DNS.
Browser schließen.
Neu versuchen.
Nichts.
Im Nachhinein war klar, warum.

Wenn die Straße selbst gesperrt ist, hilft mir ein anderes Navigationsgerät nicht.
Es kann mir weiterhin sagen, wo das Ziel liegt.
Ich komme nur trotzdem nicht hin.

Um 19:06 Uhr, während meine Freunde im Discord fragten, ob sie noch warten sollten, war diese Erkenntnis allerdings deutlich weniger elegant.

Also probierte ich die nächste Abkürzung.

Die kostenlose Browser-Lösung funktionierte – nur für den falschen Teil meines Problems

Ich installierte eine kostenlose VPN-Erweiterung für den Browser.
Schalter an.
auth.factorio.com neu laden.
Die Seite antwortete.
Das war gleichzeitig beruhigend und ärgerlich.
Beruhigend, weil damit ziemlich klar war, dass der Dienst selbst nicht kaputt war.

Ärgerlich, weil Factorio weiterhin nicht einloggen konnte.
Natürlich nicht.
Die Erweiterung leitete nur meinen Browser um.

Factorio lief außerhalb des Browsers und ging weiter über meine normale spanische Verbindung.

Ich hatte also eine funktionierende Umleitung gebaut – nur für das falsche Fahrzeug.

Ähnliche Berichte tauchen auch bei anderen Diensten auf. Im April beschrieb ein Docker-Nutzer, wie docker pull über Stunden bei einzelnen Ebenen hängen blieb, obwohl DNS, Docker-Daemon und grundlegende Tests normal aussahen. Auch dort führte die Spur zu den zeitweisen Sperren in Spanien.

Für mich war daran nicht Docker interessant.

Es war die Zeitverschwendung.

Wenn eine Netzsperre wie ein gewöhnlicher Softwarefehler aussieht, repariert man zuerst alles – außer der eigentlichen Ursache.

Dass Menschen deshalb VPNs installieren, ist inzwischen messbar

Das Problem ist groß genug geworden, dass man die Reaktion der Nutzer sogar an VPN-Anmeldungen sehen kann.

Als spanische Provider im Oktober 2025 erneut umfangreiche Cloudflare-IP-Bereiche sperrten, registrierte Proton VPN in Spanien einen Anstieg neuer kostenloser Anmeldungen um bis zu 200 Prozent. Nach Ende der Fußballspiele und Sperren fiel die Rate wieder zurück.

Das fand ich ziemlich bezeichnend.
Die meisten dieser Menschen dürften kaum gedacht haben:
Heute wäre ein schöner Abend, um Tunnelprotokolle zu vergleichen.

Sie wollten wahrscheinlich einfach wieder zu einer Website, einem Spielserver oder einem anderen legitimen Dienst, der plötzlich nicht mehr erreichbar war.

Genau dort war ich inzwischen auch angekommen.
Die Browser-Erweiterung hatte mir gezeigt, dass eine Umleitung grundsätzlich half.
Jetzt brauchte ich sie nur noch für das ganze Gerät.

Diesmal wollte ich nicht auch noch den VPN diagnostizieren

Normalerweise hätte ich an diesem Punkt einen großen Anbieter geöffnet und eine Route ausgewählt.

Spanien?
Frankreich?
Portugal?
Deutschland?
Automatisch?
Wenn ich einen bestimmten Ausgangsort brauche, ist diese Kontrolle nützlich.

An diesem Abend wusste ich aber nicht einmal, welche konkrete Strecke mein Provider gerade blockierte.

Ich wusste nur:
Ohne Umleitung hängt Factorio.
Mit einer anderen Route antwortet der Dienst.
Mehr Diagnose wollte ich eigentlich nicht mehr betreiben.

Deshalb öffnete ich OnlydogVPN und wählte den Modus für eingeschränkte Netzwerke, statt zunächst eine Serverkarte abzuarbeiten.

Verbinden.
Factorio schließen.
Neu öffnen.
Anmelden.
Diesmal verschwand der Anmeldebildschirm.
Der Server erschien.

Ich klickte auf Beitreten.
Ein Freund war bereits drin.
Dann der zweite.
Dann der dritte.
Um 19:14 Uhr bauten wir wieder Förderbänder.
Das war der Test, der für mich zählte.

Der VPN musste mir nicht erklären, welche spanische Sperrregel gerade griff.

Er musste mich nur um die gesperrte Strecke herumführen.

Um 19:14 Uhr läuft die gemeinsame Fabrikspiel-Runde wieder und drei Freunde sind dem Server beigetreten
Der entscheidende Test war kein Serververgleich: Um 19:14 Uhr lief die gemeinsame Runde wieder.

Erst nachdem das Spiel wieder lief, interessierte mich die Technik

Der Dienst verwendet einen HTTP/3-basierten Transport und zusätzliche Verkehrsverschleierung. Gerade in eingeschränkten oder ungewöhnlich gefilterten Netzen kann das helfen, weil die Verbindung nicht einfach nur wie ein klassischer Standardtunnel behandelt wird.

Mehr wollte ich an diesem Abend gar nicht wissen.
Ich hatte bereits DNS gewechselt.
Browser getestet.
Server neu gestartet.
Eine Erweiterung installiert.

Der größte Vorteil der kleineren App war deshalb nicht, dass sie mir noch mehr Einstellungen gab.

Sondern dass sie mir weniger Entscheidungen abverlangte.
Situation auswählen.
Verbinden.
Zurück zu Factorio.

Das fühlte sich nicht wie ein weiteres Netzwerkwerkzeug an, das ich erst konfigurieren musste.

Eher wie eine Umleitung, die bereits verstanden hatte, warum ich sie geöffnet hatte.

Der Zeitpunkt war kein Zufall

Die Saison 2026/27 hatte gerade erst begonnen.

Schon am ersten Liga-Wochenende, am 15. August, erschien der öffentliche Bericht über das aus Spanien nicht erreichbare Factorio-Authentifizierungssystem.

Zwei Wochen später standen an diesem Samstag Levante gegen Betis, Real Sociedad gegen Espanyol sowie Sevilla gegen Atlético auf dem Spielplan.

OONIs Messungen aus der vorherigen Saison hatten außerdem gezeigt, dass die beobachteten Sperren eng mit den tatsächlichen Übertragungsfenstern zusammenhingen: Sie tauchten rund um die Spiele auf und verschwanden später wieder.

Genau das macht diese Ausfälle so schwer zu erkennen.
Eine Software funktioniert am Freitag.
Am Samstagabend nicht.
Später plötzlich wieder doch.

Ohne den Zusammenhang sieht das aus wie ein kaputter Server, ein schlechtes Update oder ein Problem mit dem eigenen Router.

Beim ersten Mal hätte ich wahrscheinlich irgendwann Factorio neu installiert.

Der kleinere Dienst hat trotzdem einen offensichtlichen Nachteil

Wenn ich jeden Tag einen ganz bestimmten Standort auswählen müsste, würde ich die großen Anbieter weiterhin ernst nehmen.

Sie haben mehr Regionen.
Mehr Infrastruktur.
Mehr öffentliche Bewertungen.
Längere Betriebsgeschichten.
Der kleinere Dienst bietet davon weniger.

Wer bewusst zwischen Madrid, Paris, Frankfurt und vielen anderen Orten wechseln möchte, bekommt anderswo mehr Kontrolle.

Nur war Kontrolle an diesem Abend nicht mein knappes Gut.
Zeit war es.
Ich wollte nicht wissen, über welche Stadt meine Pakete liefen.
Ich wollte wissen, ob Factorio endlich aufhörte, am Login hängen zu bleiben.
Das tat es.
Danach habe ich die Serverkarte nicht vermisst.

Seitdem bedeutet „bestes VPN für Spanien“ für mich etwas sehr Spezifisches

Spanien blockiert Google nicht.
WhatsApp funktioniert.
YouTube funktioniert.
Für einen deutschen Urlauber sieht das Internet völlig normal aus.
Und genau deshalb ist diese Art von Problem so schwer zu erkennen.

Eine Website oder App verschwindet während eines Fußballspiels, obwohl sie mit Fußball nichts zu tun hat.

Der Router funktioniert.
Der Server funktioniert.
Der Computer funktioniert.
Nur der normale Weg zwischen beiden ist gerade abgeschnitten.

LaLiga sagt, ihre Maßnahmen richten sich gegen Infrastruktur für illegale Übertragungen und beruhen auf gerichtlichen Entscheidungen.

OONI hat zugleich gemessen, dass IP-basierte Sperren in der Praxis sehr viele unbeteiligte Domains mitreißen können.

Für mich ergibt sich daraus keine komplizierte Kaufregel.

Ich würde einen VPN für Spanien nicht zuerst danach beurteilen, wie viele spanische Server auf seiner Website stehen.

Ich würde ihn an einem Samstag während LaLiga öffnen, während ein ganz gewöhnlicher Dienst plötzlich nicht mehr reagiert.

Dann würde ich verbinden.

Und genau eine Frage stellen:

Muss ich jetzt auch noch den VPN verstehen – oder kann ich endlich wieder das Programm benutzen, das eigentlich kaputt aussah?

An diesem Abend war meine Antwort ziemlich eindeutig.
Ich hatte nicht einmal Fußball eingeschaltet.
Um 19:14 Uhr lief Factorio wieder.

Und genau deshalb war das für mich der überzeugendste VPN-Test, den Spanien mir liefern konnte.

Häufige Fragen

Warum können IP-Sperren unbeteiligte Websites und Dienste treffen?

Viele Domains können dieselbe Cloud- oder CDN-Infrastruktur und damit dieselben IP-Adressen teilen. Wird eine solche Adresse blockiert, kann der Effekt weit über das beabsichtigte Ziel hinausreichen.

Warum half die Browser-VPN-Erweiterung nicht dem Factorio-Client?

Weil sie nur Browser-Anfragen umleitete. Factorio lief außerhalb des Browsers und benutzte weiterhin den normalen spanischen Netzwerkweg.

Wie prüft man, ob ein Ausfall wirklich mit einem LaLiga-Zeitfenster zusammenhängt?

Vergleiche den Zeitpunkt mit Spiel- und Messdaten, teste denselben Dienst über einen anderen Weg und beobachte, ob die Erreichbarkeit nach dem Sperrfenster zurückkehrt. Eine einzelne Fehlermeldung reicht dafür nicht.