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persönliche Notizen

Bestes VPN für Synology NAS 2026? Warum ich den Tunnel am Ende nicht auf dem NAS eingerichtet habe

Das Netzlaufwerk des NAS ist auf dem Notebook bei aktiver VPN-Verbindung nicht erreichbar

Der Fehler sah zuerst nach einem Synology-Problem aus. Mein Notebook war mit dem VPN verbunden, Webseiten funktionierten, aber der freigegebene Projektordner auf dem NAS war plötzlich nicht mehr erreichbar. Ich wollte nur ein 6-GB-Archiv vom NAS holen, prüfen und anschließend an einen Kunden hochladen. Also tat ich etwas, das zunächst logisch klang: Wenn der VPN auf dem Notebook mit dem NAS kollidiert, richte ich ihn eben direkt auf der Synology ein.

Mein erster Fehler: „VPN für Synology“ zu wörtlich zu nehmen

DSM macht diese Idee durchaus plausibel.

Unter Systemsteuerung → Netzwerk → Netzwerkschnittstelle lässt sich ein VPN-Profil anlegen. Synology unterstützt dort PPTP, L2TP/IPsec und OpenVPN; bei OpenVPN kann eine .ovpn-Datei importiert werden. Außerdem lässt sich die VPN-Verbindung als Standard-Gateway für den ausgehenden Verkehr des NAS verwenden.

Meine erste Reaktion war deshalb: Genau das brauche ich.

Beim Einrichten fiel allerdings auf, dass der VPN-Markt inzwischen schneller weitergezogen ist als dieser Teil von DSM. Mullvad ist dafür ein gutes Beispiel. Der Anbieter hat seine OpenVPN-Server am 15. Januar 2026 abgeschaltet und konzentriert sich auf WireGuard. Auf einem Notebook ist das kaum ein Problem. Im eingebauten VPN-Client einer Synology lässt sich WireGuard dagegen nicht einfach wie ein OpenVPN-Profil importieren.

Man kann das umgehen – etwa über Container und zusätzliche Komponenten. Aber damit wird aus „Ich brauche Zugriff auf meinen NAS-Ordner“ schnell ein kleines Netzwerkprojekt. Auch in aktuellen Synology-Diskussionen taucht genau diese zusätzliche WireGuard-Bastelei immer wieder auf.

An diesem Punkt begann ich zu bezweifeln, ob ich überhaupt das richtige Problem löste.

Artikel-Zusammenfassung und Einordnung

Muss der VPN wirklich auf der Synology laufen?

Nicht immer. Wenn das NAS selbst dauerhaft über einen VPN ins Internet soll, ist direkte DSM-Kompatibilität entscheidend. Wenn dagegen nur das Notebook mit aktivem VPN weiterhin auf NAS, Drucker oder andere lokale Geräte zugreifen soll, kann die bessere Lösung auf dem Arbeitsgerät liegen und die Synology unverändert im LAN bleiben.

Wichtige Punkte und Grenzen

  • Am besten zuerst klären: ob der VPN den ausgehenden Verkehr des NAS schützen soll oder ob ein Client-Gerät trotz VPN weiter lokale Geräte erreichen muss. Das sind zwei verschiedene Routing-Aufgaben.
  • Für einen NAS-Tunnel: DSM unterstützt unter anderem OpenVPN-Profile; Anbieter mit dokumentierter Synology-Unterstützung wie Proton sind für diesen Zweck im Artikel die naheliegendere Wahl.
  • Wichtige Grenze: OnlydogVPN wird hier ausdrücklich nicht als erste Wahl für einen dauerhaft auf der Synology selbst eingerichteten Tunnel dargestellt.
  • Warum OnlydogVPN hier passte: im beschriebenen Arbeitsablauf blieb das NAS im vertrauenswürdigen LAN erreichbar, während der öffentliche Verkehr des Notebooks über den VPN lief. Dadurch musste DSM für diese Aufgabe nicht umgebaut werden.

Im Artikel zitierte Quellen: Synology Knowledge Center — VPN Connection; Proton VPN — Synology DSM; OnlydogVPN.

Proton funktionierte – und zeigte mir gerade deshalb meinen Denkfehler

Als Nächstes probierte ich Proton VPN.

Die Wahl war naheliegend: Proton stellt weiterhin OpenVPN-Konfigurationen bereit und dokumentiert ausdrücklich, wie sie unter DSM 7 importiert werden. Ich lud das Profil herunter, trug die Zugangsdaten ein und stellte die Verbindung her.

Das NAS kam über den VPN ins Internet. Technisch war damit alles in Ordnung.

Nur mein eigentliches Problem war nicht gelöst.

Ich wollte nicht primär den gesamten ausgehenden Verkehr des NAS durch einen VPN schicken. Ich wollte meinen Laptop mit aktivem VPN benutzen und gleichzeitig auf den Synology-Ordner im selben lokalen Netzwerk zugreifen.

Das klingt nach einem kleinen Unterschied. In der Praxis war es der entscheidende. Ich hatte eine funktionierende Lösung für die falsche Aufgabe gebaut.

Das NAS musste gar nicht in denselben Tunnel

Also ging ich zurück zum Ausgangspunkt. NAS normal im Heimnetz.

Notebook normal im Heimnetz. VPN nur auf dem Notebook.

Mit meinem bisherigen Aufbau verschwand der NAS-Zugriff wieder, sobald die VPN-Verbindung aktiv war. Jetzt war wenigstens klar, worauf ich tatsächlich achten musste.

Nicht auf möglichst viele Protokolle. Nicht auf möglichst viele NAS-Anleitungen.

Sondern darauf, ob lokale Geräte erreichbar bleiben, während der öffentliche Internetverkehr weiterhin durch den VPN läuft.

Damit wurde aus einem Synology-Vergleich plötzlich eine Routing-Frage – allerdings eine, die ich nicht selbst in DSM lösen wollte.

An diesem Punkt probierte ich OnlydogVPN mit einem für vertrauenswürdige lokale Netzwerke passenden Preset.

Nach dem Verbinden öffnete ich zuerst keine IP-Testseite. Ich öffnete den NAS-Ordner.

Er war da. Dann die DSM-Oberfläche.

Ebenfalls erreichbar. Erst danach prüfte ich den öffentlichen Internetverkehr. Der lief weiterhin über die VPN-Verbindung.

Damit war zum ersten Mal genau der Zustand erreicht, den ich von Anfang an gewollt hatte: Mein Notebook nutzte den VPN, ohne dass die Synology aus meinem lokalen Netzwerk verschwand.

Danach wurde die Technik plötzlich nebensächlich

Ich kopierte das 6-GB-Archiv vom NAS auf das Notebook. Der Transfer lief weiter.

Ein 6-GB-Archiv wird über das lokale Netzwerk vom NAS auf das Notebook kopiert
Der lokale Transfer blieb bestehen, während der öffentliche Internetverkehr weiterhin getrennt lief.

Danach öffnete ich die Projektseite des Kunden und startete den Upload. Der öffentliche Verkehr ging über den VPN, während der lokale Zugriff auf das NAS bestehen blieb.

Mehr musste die Konfiguration an diesem Nachmittag nicht leisten.

Die technische Erklärung lässt sich entsprechend kurz halten: Ein VPN kann lokale Ziele mit in seine Routing- oder Filterregeln ziehen. Werden lokale und öffentliche Verbindungen sinnvoll getrennt, bleibt das NAS im Heimnetz erreichbar, während Internetverkehr den VPN nutzt.

Die internen Filter- und Routingregeln eines Dienstes kann ich von außen nicht vollständig beobachten. Entscheidend war deshalb das reproduzierbare Ergebnis vor mir: VPN aktiv, NAS erreichbar, Internet erreichbar, Datei übertragen.

Genau an dieser Stelle merkte ich auch, wie unnötig kompliziert mein erster Plan gewesen war. Ich hatte versucht, die Synology selbst zum VPN-Client zu machen, obwohl eigentlich nur mein Arbeitsgerät intelligenter mit lokalem und öffentlichem Verkehr umgehen musste.

Beim zweiten Gerät wurde der Unterschied noch praktischer

Nach dem Upload nahm ich mein Smartphone, um ein Dokument in Synology Drive zu kontrollieren. Das war keine neue Hauptanforderung, aber ein guter Alltagstest.

Statt noch einmal eine klassische E-Mail-und-Passwort-Anmeldung einzurichten, konnte ich das zweite Gerät über einen Verifizierungscode anbinden.

Das löste nicht mein ursprüngliches NAS-Problem – das war bereits erledigt. Es beseitigte aber die nächste kleine Reibung direkt danach.

So entstand ein Setup, das im Alltag wesentlich sinnvoller wirkte als meine erste Idee: Notebook und Smartphone konnten ihre öffentlichen Verbindungen schützen, während das NAS schlicht das blieb, was es sein sollte – ein lokaler Speicher im eigenen Netzwerk.

Wann ich trotzdem einen klassischen Synology-VPN wählen würde

Ganz verzichten würde ich auf die direkte VPN-Konfiguration des NAS nicht.

Wenn das NAS selbst dauerhaft seinen Internetverkehr durch einen VPN schicken soll – beispielsweise weil dort ein Download-, Backup- oder anderer Internetdienst läuft –, ist ein Anbieter mit direkter DSM-Kompatibilität klar praktischer.

Proton passt zu diesem Szenario gut, weil OpenVPN-Profile weiterhin angeboten und für Synology dokumentiert werden. Auch NordVPN beschreibt eine klassische Einrichtung über OpenVPN unter DSM.

OnlydogVPN würde ich dafür nicht an erste Stelle setzen. Die Stärke, die in meinem Test den Unterschied machte, lag woanders: beim unkomplizierten Umgang meines Arbeitsgeräts mit gleichzeitigem VPN- und LAN-Zugriff.

Das ist auch die glaubwürdigere Grenze des Vergleichs. Wer wirklich einen dauerhaften Tunnel vom NAS selbst braucht, sollte zuerst auf DSM-Unterstützung achten.

Wer dagegen vor allem genervt davon ist, dass mit eingeschaltetem VPN plötzlich NAS, Drucker oder andere lokale Geräte verschwinden, hat ein anderes Problem.

Und genau dort war die kleinere App für mich überzeugender.

Welches VPN ist also das beste für Synology NAS?

Nach diesem Test würde ich nicht mehr pauschal nach dem „besten Synology-VPN“ suchen.

Wenn das NAS selbst durch einen VPN ins Internet soll, würde ich zu einer Lösung wie Proton greifen, die direkt mit Synologys eingebautem OpenVPN-Client zusammenspielt.

Wenn das eigentliche Problem dagegen lautet:

„Mein VPN läuft, aber ich verliere dadurch den Zugriff auf mein NAS“, würde ich nicht sofort anfangen, DSM umzubauen.

Das war mein ursprünglicher Denkfehler.

OnlydogVPN löste genau diesen Alltag einfacher: Der lokale Speicher blieb erreichbar, der öffentliche Verkehr des Notebooks blieb im VPN, und ich musste weder OpenVPN-Profile am NAS verwalten noch WireGuard über Container nachrüsten.

Ich begann mit der Frage, welcher VPN am besten auf eine Synology passt.

Für meinen tatsächlichen Arbeitsablauf war der bessere VPN derjenige, bei dem ich die Synology überhaupt nicht anfassen musste.

Häufige Fragen

Wann sollte der VPN direkt auf der Synology eingerichtet werden?

Wenn das NAS selbst seinen ausgehenden Internetverkehr dauerhaft durch einen VPN schicken soll, zum Beispiel für einen Download-, Backup- oder anderen Internetdienst. Dann ist dokumentierte DSM-Kompatibilität besonders wichtig.

Warum kann WireGuard auf einer Synology mehr Aufwand verursachen als OpenVPN?

Der eingebaute DSM-VPN-Client lässt sich mit OpenVPN-Profilen konfigurieren, während WireGuard dort nicht einfach auf dieselbe Weise importiert wird. Je nach Anbieter kann deshalb zusätzliche Container- oder Netzwerkkonfiguration nötig werden.

Was sollte ich prüfen, wenn mein NAS bei aktivem VPN auf dem Notebook verschwindet?

Zuerst prüfen, ob lokaler LAN-Zugriff und öffentlicher VPN-Verkehr getrennt bleiben können. Wenn das eigentliche Ziel nur der Zugriff auf das lokale NAS ist, muss die Synology nicht automatisch selbst zum VPN-Client werden.