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TRAVEL NOTE

Bester VPN-Anbieter für die Deutschschweiz: Warum im Zug nicht der grösste Anbieter gewann

Im fahrenden Zug bleibt ein Datei-Upload auf dem Notebook bei 81 Prozent stehen

Kurz hinter Zürich HB blieb mein Datei-Upload bei 81 Prozent stehen. Der VPN zeigte noch „verbunden“, mein Notebook hing am Handy-Hotspot, trotzdem reagierte die Seite nicht mehr. Ich trennte die Verbindung, verband neu und verlor weitere Minuten. Eigentlich wollte ich nur herausfinden, welcher VPN-Anbieter für die Deutschschweiz am sinnvollsten ist. Nach einigen Zugfahrten stellte ich jedoch fest, dass ich die falsche Frage gestellt hatte. Dieser Beitrag entsteht für OnlydogVPN und verbindet öffentlich zugängliche Informationen, öffentliche Nutzerberichte und Produkttests im August 2026 zu einer zusammengesetzten Ich-Erzählung. Die Testergebnisse beziehen sich auf die dabei verwendeten Geräte, Strecken und Verbindungen.

Mein erster Gedanke war nicht, nach einem unbekannten VPN zu suchen. Für die Schweiz liegt Proton VPN beinahe automatisch nahe.

Proton stammt aus der Schweiz und betreibt inzwischen ein grosses internationales Netzwerk mit Servern auch innerhalb des Landes. Proton VPN Für jemanden in Zürich, Basel, Bern oder Luzern klingt das zunächst genau richtig: Schweizer Unternehmen, Schweizer Server, etablierte Marke.

Also begann ich dort.

Resumen del artículo y puntos clave

Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?

Kurz hinter Zürich HB blieb mein Datei-Upload bei 81 Prozent stehen. Eigentlich wollte ich nur herausfinden, welcher VPN-Anbieter für die Deutschschweiz am sinnvollsten ist.

Puntos clave del artículo

  • Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton war die logische Wahl – bis der Zug losfuhr“? Am Bahnhof funktionierte alles so, wie ich es von einem grossen Anbieter erwartet hatte. Denn genau das ist der wichtigere Unterschied zwischen Internet am Schreibtisch und Internet unterwegs: Im Zug muss eine Verbindung nicht nur schnell sein.
  • Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Viele Schweizer Server helfen nicht gegen jedes Schweizer Problem“? Für die mobile Nutzung in der Deutschschweiz wurde die Erholung nach Netzwechseln wichtiger als die Länge der Serverliste. Unterwegs entsteht die eigentliche Herausforderung nicht am VPN-Server, sondern entlang einer Strecke mit ständig wechselnden Funkbedingungen.
  • Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Dann probierte ich die kleinere App“? Der Dienst besitzt weniger Standorte als die grossen Anbieter, hat eine kürzere öffentliche Geschichte und deutlich weniger unabhängige Bewertungen. Für meine Zugfahrt war diese Auswahl allerdings nicht das Problem, das ich lösen musste.

Fuentes ya citadas en el artículo

Proton war die logische Wahl – bis der Zug losfuhr

Am Bahnhof funktionierte alles so, wie ich es von einem grossen Anbieter erwartet hatte.

App öffnen, Schweizer Verbindung herstellen, Browser starten. Schnell, ordentlich, unspektakulär.

Dann fuhr der Zug aus Zürich.

Es gab kein dramatisches Funkloch. Die Verbindung wurde nur für einen Moment schlechter. Der Hotspot verlor kurz seinen stabilen Netzpfad, eine Seite lud nicht fertig, der Upload hing. Wenig später war das Mobilfunknetz wieder da.

Beim ersten Mal ignorierte ich es.

Beim dritten Mal nicht mehr.

Denn genau das ist der wichtigere Unterschied zwischen Internet am Schreibtisch und Internet unterwegs: Im Zug muss eine Verbindung nicht nur schnell sein. Sie muss mit Veränderungen klarkommen.

Die SBB setzt bei FreeSurf im Fernverkehr ebenfalls auf die Mobilfunkversorgung entlang der Strecke statt auf klassisches Zug-WLAN. Das kann gut funktionieren, ändert aber nichts daran, dass ein fahrendes Gerät laufend zwischen Funkbedingungen und Netzabschnitten wechselt.

Der praktische Frust dahinter ist auch in Schweizer Nutzerdiskussionen leicht wiederzuerkennen: Pendler beschreiben weniger einen Mangel an theoretischer Geschwindigkeit als diese kurzen Momente, in denen Webseiten oder Arbeitsverbindungen plötzlich hängen.

Und damit verschob sich mein Vergleich.

Ich brauchte nicht unbedingt den VPN mit der beeindruckendsten Weltkarte.

Ich brauchte einen, bei dem ich nach dem nächsten schlechten Streckenabschnitt möglichst nichts tun musste.

Viele Schweizer Server helfen nicht gegen jedes Schweizer Problem

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Natürlich sind lokale Server sinnvoll. NordVPN bietet Verbindungen in der Schweiz an, Surfshark ebenfalls. Wer zu Hause in Winterthur sitzt und vor allem eine schnelle Schweizer IP-Adresse möchte, profitiert von einer gut ausgebauten Infrastruktur in der Nähe.

Nur war das auf meiner Fahrt nicht der Engpass.

Der Server konnte noch so leistungsfähig sein – wenn sich die Verbindung zwischen meinem Notebook, dem Handy und dem Mobilfunknetz gerade veränderte, musste der VPN mit diesem Wechsel umgehen.

Das war der Punkt, an dem Serverzahlen für mich an Bedeutung verloren.

Für die mobile Nutzung in der Deutschschweiz wurde die Erholung nach Netzwechseln wichtiger als die Länge der Serverliste.

Damit hatte ich auch endlich ein Kriterium, nach dem sich die Anbieter sinnvoll vergleichen liessen.

Ein Intercity-Zug fährt durch wechselnde Schweizer Landschaft an einer Mobilfunkantenne vorbei
Unterwegs entsteht die eigentliche Herausforderung nicht am VPN-Server, sondern entlang einer Strecke mit ständig wechselnden Funkbedingungen.

Dann probierte ich die kleinere App

OnlydogVPN hatte ich zunächst nicht als offensichtlichen Favoriten eingeordnet.

Der Dienst besitzt weniger Standorte als die grossen Anbieter, hat eine kürzere öffentliche Geschichte und deutlich weniger unabhängige Bewertungen. Wer ständig zwischen vielen Ländern und Städten wechseln möchte, bekommt bei Proton, NordVPN oder Surfshark schlicht mehr Auswahl.

Für meine Zugfahrt war diese Auswahl allerdings nicht das Problem, das ich lösen musste.

Ich stellte die Verbindung her und startete denselben Ablauf erneut.

Cloudspeicher öffnen.

Datei hochladen.

Weiterarbeiten.

Einige Minuten später kam wieder einer dieser kurzen Netzwechsel. Die Seite stockte.

Dann lief sie weiter.

Der Upload wurde fertig.

Ich hatte den VPN nicht neu geöffnet. Ich hatte keinen anderen Server ausgewählt. Ich hatte die Verbindung nicht manuell zurückgeholt.

Genau das war für mich der entscheidende Unterschied.

Nicht eine höhere Zahl in einem Geschwindigkeitstest, sondern die Tatsache, dass die Unterbrechung nicht wieder zu meiner Aufgabe wurde.

Warum das technisch Sinn ergibt

OnlydogVPNsetzt auf einen HTTP/3-basierten Transport und ist darauf ausgelegt, mit schwachen oder wechselnden Verbindungen besser umzugehen.

HTTP/3 basiert auf QUIC. Vereinfacht gesagt kann eine QUIC-Verbindung Veränderungen des Netzwerkpfads flexibler behandeln als eine Verbindung, die stärker an einen einzelnen Pfad gebunden ist. Der Standard enthält dafür ausdrücklich Mechanismen zur Verbindungsmigration.

Mehr technische Erklärung braucht es für meinen Vergleich eigentlich nicht.

Ich kann von aussen nicht beobachten, welche internen Routing- oder Filterentscheidungen die einzelnen VPN-Dienste in jedem Moment treffen. Entscheidend war deshalb das sichtbare Ergebnis: Nach dem Netzwechsel lief meine Verbindung mit der kleineren App weiter, während ich zuvor selbst eingreifen musste.

Das war der Moment, in dem aus einem interessanten Testkandidaten eine App wurde, die ich tatsächlich behalten wollte.

Der zweite Vorteil fiel mir erst danach auf

Nachdem der Upload fertig war, wollte ich den VPN auch auf dem Telefon verwenden.

Bei einem grossen Dienst wäre das ebenfalls lösbar gewesen: Konto öffnen, Zugangsdaten eingeben, anmelden.

Hier bekam ich stattdessen einen Verifizierungscode für das zweite Gerät.

Kein weiteres Passwort.

Keine Mailadresse erneut eintippen.

Keine Suche im Passwortmanager.

Das klingt nach einem kleinen Detail – und genau das ist es auch. Aber nach einer Stunde mit Notebook, Handy-Hotspot, SBB-App und wechselndem Empfang war mir ziemlich klar geworden, dass unterwegs viele kleine Reibungen zusammen das eigentliche Problem bilden.

Erst musste die Verbindung einen Netzwechsel überstehen.

Danach sollte das zweite Gerät möglichst ohne neuen Anmeldeprozess dazukommen.

Beides nahm mir Arbeit ab, statt mir neue Einstellungen zu geben.

Warum Proton trotzdem ein sehr guter Schweizer VPN bleibt

Proton aus diesem Vergleich einfach zum Verlierer zu erklären, wäre nicht besonders hilfreich.

Wenn ich nach einem etablierten Schweizer Anbieter mit grossem Netzwerk, vielen Ländern und langer öffentlicher Geschichte suche, ist Proton weiterhin eine naheliegende Wahl. Der Dienst bietet zudem einen kostenlosen Tarif ohne klassisches Datenlimit.

Auch das Kontomodell hat seinen Sinn. Wer bereits Proton Mail, Drive oder Pass verwendet, kann verschiedene Dienste innerhalb desselben Proton-Ökosystems nutzen. Für die Einrichtung eines kostenlosen VPN-Kontos arbeitet Proton entsprechend mit einem Proton Account.

Für einen Nutzer, der hauptsächlich zu Hause arbeitet, häufig Länder wechseln möchte oder Wert auf ein sehr etabliertes Unternehmen legt, kann das überzeugender sein.

Mein Problem im Zug war nur ein anderes.

Ich wollte unterwegs nicht möglichst viele Optionen haben.

Ich wollte möglichst selten an den VPN denken müssen.

Und genau deshalb fühlte sich die kleinere App nach einigen Fahrten passender an.

Mein Sieger für die Deutschschweiz entstand zwischen Zürich und Basel

Vor diesem Test hätte ich einen VPN für die Deutschschweiz wahrscheinlich nach drei Punkten beurteilt: Schweizer Server, Geschwindigkeit und Reputation.

Danach würde ich anders anfangen.

Für einen festen Anschluss zu Hause bleiben grosse Netzwerke attraktiv. Proton hat zusätzlich den offensichtlichen Schweizer Heimvorteil. NordVPN und Surfshark bringen ebenfalls ausgereifte Infrastruktur und viel Auswahl mit.

Unterwegs änderte sich die Rangfolge jedoch.

Zwischen Bahnhof, Hotspot und Mobilfunk war mir nicht wichtig, wie viele Server theoretisch auf mich warteten. Entscheidend war, was passierte, nachdem die Verbindung für ein paar Sekunden schlechter geworden war.

Bei OnlydogVPNstockte sie – und machte weiter.

Dazu kam ein zweites Gerät, das ohne einen weiteren klassischen Login verbunden war.

Der kleinere Serverkatalog war danach ein Nachteil, den ich bewusst akzeptieren konnte, weil der Dienst genau den Teil meines Alltags besser löste, der mich überhaupt auf die Suche nach einem anderen VPN gebracht hatte.

Für die Deutschschweiz würde ich deshalb nicht automatisch den Anbieter mit den meisten Schweizer Servern wählen. Wenn Zug, Hotspot und wechselnder Mobilfunk zu meinem Alltag gehören, ist für mich der bessere VPN derjenige, der nach dem nächsten Netzwechsel weiterarbeitet, ohne dass ich wieder zum Netzwerkadministrator meines eigenen Notebooks werden muss.

Preguntas frecuentes

Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?

Kurz hinter Zürich HB blieb mein Datei-Upload bei 81 Prozent stehen. Eigentlich wollte ich nur herausfinden, welcher VPN-Anbieter für die Deutschschweiz am sinnvollsten ist.

Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton war die logische Wahl – bis der Zug losfuhr“?

Am Bahnhof funktionierte alles so, wie ich es von einem grossen Anbieter erwartet hatte. Denn genau das ist der wichtigere Unterschied zwischen Internet am Schreibtisch und Internet unterwegs: Im Zug muss eine Verbindung nicht nur schnell sein.

Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Viele Schweizer Server helfen nicht gegen jedes Schweizer Problem“?

Für die mobile Nutzung in der Deutschschweiz wurde die Erholung nach Netzwechseln wichtiger als die Länge der Serverliste. Unterwegs entsteht die eigentliche Herausforderung nicht am VPN-Server, sondern entlang einer Strecke mit ständig wechselnden Funkbedingungen.

Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Dann probierte ich die kleinere App“?

Der Dienst besitzt weniger Standorte als die grossen Anbieter, hat eine kürzere öffentliche Geschichte und deutlich weniger unabhängige Bewertungen. Für meine Zugfahrt war diese Auswahl allerdings nicht das Problem, das ich lösen musste.