Ich war ziemlich sicher, dass Proton VPN diesen Vergleich gewinnen würde.
Ich lebe in der Schweiz.
Proton sitzt in der Schweiz.
Der Dienst veröffentlicht No-Logs-Audits und verweist auf Schweizer Datenschutzrecht.
Artikelzusammenfassung und wichtigste Punkte
Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?
Ich war ziemlich sicher, dass Proton VPN diesen Vergleich gewinnen würde. Gleichzeitig warnte die Behörde vor Risiken, die entstehen, wenn immer grössere Mengen personenbezogener Daten miteinander verarbeitet werden.
Wichtige Punkte aus dem Artikel
- Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton hatte das stärkste Schweizer Argument“? Für einen Schweizer Nutzer ist Proton zunächst schwer zu ignorieren. Der Anbieter sitzt hier und kann seine Datenschutzversprechen inzwischen ungewöhnlich gut belegen.
- Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Der VPN wusste wenig über meine Nutzung – aber ich hatte wieder ein Konto“? Nur benutzte ich gerade einen VPN, weil ich weniger dauerhafte Verbindungen zwischen meiner Aktivität und einer digitalen Identität wollte. Warum sollte ich mehr Kontodaten schützen lassen, wenn ich stattdessen weniger Kontodaten erzeugen kann?
- Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Mullvad drehte meinen Vergleich um“? Genau deshalb hatte ich den Dienst zunächst hinter Proton eingeordnet. Der Dienst beschränkt sein Kontomodell damit auf deutlich weniger Identität als ein gewöhnlicher Login.
Im Artikel zitierte Quellen
Eigentlich eine einfache Entscheidung.
Dann saß ich mit dem Laptop am Zürcher Hauptbahnhof, hatte noch fast eine Stunde bis zum Zug und las den neuesten Tätigkeitsbericht des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten.
Mehr als 2.000 Meldungen zu möglichen Datenschutzverletzungen gingen im Berichtsjahr 2025/26 beim EDÖB ein. Gleichzeitig warnte die Behörde vor Risiken, die entstehen, wenn immer grössere Mengen personenbezogener Daten miteinander verarbeitet werden. EDÖB
Ich verband mich mit dem öffentlichen WLAN und öffnete Proton.
Der VPN funktionierte.
Die Seite lud.
Meine Verbindung war geschützt.
Trotzdem blieb mir eine Frage im Kopf:
Wenn ich Daten reduzieren will, sollte ich dann vor allem darauf achten, in welchem Land mein VPN sitzt – oder darauf, wie wenig der VPN überhaupt über mich wissen muss?
Damit wurde aus „Mullvad oder Proton?“ ein anderer Vergleich als erwartet.
Proton hatte das stärkste Schweizer Argument
Für einen Schweizer Nutzer ist Proton zunächst schwer zu ignorieren.
Der Anbieter sitzt hier und kann seine Datenschutzversprechen inzwischen ungewöhnlich gut belegen.
Im Juni 2026 veröffentlichte Proton den fünften jährlichen externen No-Logs-Audit in Folge. Die Prüfung bestätigte erneut, dass die untersuchte VPN-Infrastruktur keine Browserverläufe, DNS-Anfragen oder identifizierbaren Verbindungsmetadaten protokollierte. Proton VPN
Dazu kommt ein Transparenzbericht, der zeigt, warum das praktisch relevant ist: Proton dokumentiert zahlreiche rechtsgültige Anordnungen, mit denen Nutzer bestimmter VPN-Verbindungen identifiziert werden sollten, erklärt aber, keine entsprechenden Verbindungsdaten gespeichert zu haben. Proton VPN
Das überzeugte mich weit mehr als irgendein „Privacy“-Logo.
Ich meldete mich an.
VPN verbinden.
Browser öffnen.
Alles lief.
Wenn mein Kriterium lautete:
Welcher VPN bietet mir als Schweizer die stärkste Kombination aus heimischer Rechtsordnung, öffentlicher Historie und geprüfter No-Logs-Praxis?
dann lag Proton vorne.
Doch beim Einloggen störte mich plötzlich etwas, das mit der eigentlichen VPN-Verbindung gar nichts zu tun hatte.
Der VPN wusste wenig über meine Nutzung – aber ich hatte wieder ein Konto
Proton arbeitet mit einem dauerhaften Proton-Account. Proton
Das ist normal.
Nur benutzte ich gerade einen VPN, weil ich weniger dauerhafte Verbindungen zwischen meiner Aktivität und einer digitalen Identität wollte.
Und dafür erzeugte ich wieder:
einen Account;
Zugangsdaten;
einen weiteren Eintrag im Passwortmanager.
Das machte Protons Datenschutz nicht schlechter.
Es veränderte nur meine Frage.
Warum sollte ich mehr Kontodaten schützen lassen, wenn ich stattdessen weniger Kontodaten erzeugen kann?
Mit diesem Gedanken öffnete ich Mullvad.
Mullvad drehte meinen Vergleich um
Mullvad sitzt in Schweden, nicht in der Schweiz.
Genau deshalb hatte ich den Dienst zunächst hinter Proton eingeordnet.
Dann erstellte ich ein Konto.
Oder genauer:
Mullvad gab mir eine zufällige Accountnummer.
Keine E-Mail-Adresse.
Kein Benutzername.
Kein klassisches Passwort.
Der Dienst beschränkt sein Kontomodell damit auf deutlich weniger Identität als ein gewöhnlicher Login. Mullvad
Plötzlich sah mein Vergleich anders aus.
Proton überzeugte mich damit, wie gut es die Daten schützt, die im Rahmen eines etablierten Kontomodells entstehen.
Mullvad begann einen Schritt früher:
Wie viel muss überhaupt entstehen?
Das war für meinen Datenschutzgedanken stärker.
Auch das Konto- und Zahlungssystem wurde Anfang 2026 erneut extern geprüft. Mullvad
Und öffentliche Diskussionen zwischen Nutzern landen oft genau bei diesem Unterschied: Proton überzeugt mit Schweizer Rechtsrahmen und No-Logs-Nachweisen; Mullvad mit einem besonders sparsamen Kontomodell. Reddit
Mehr musste Reddit an dieser Stelle nicht beitragen.
Mullvad lag für mich nun vorne.
Dann begann ich tatsächlich zu surfen.
Beim Surfen wurde aus Kontodatenschutz ein grösseres Problem
Ich las Nachrichten.
Öffnete einen Versicherungsvergleich.
Suchte nach einem Hotel.
Dann ein paar Produktseiten.
Mullvad tat, was ich erwartet hatte.
Meine normale öffentliche IP-Adresse war nicht mehr direkt die Adresse, mit der die Seiten mich sahen.
Aber die Webseiten selbst blieben natürlich voller anderer Datenflüsse:
Analyse.
Werbung.
Drittanbieter.
Tracking-Anfragen.
Und damit erwischte ich mich zum zweiten Mal bei einem zu engen Datenschutzbegriff.
Zuerst hatte ich gedacht:
Schweizer Jurisdiktion ist entscheidend.
Dann:
Ein möglichst anonymes VPN-Konto ist entscheidend.
Beim tatsächlichen Surfen wurde mein Ziel noch einfacher:
Ich wollte möglichst wenig zusätzliche Datenspur erzeugen – beim VPN selbst und auf den Seiten dahinter.
Genau deshalb wurde eine dritte, deutlich kleinere App interessant.
Die kleinere App setzte an beiden Stellen gleichzeitig an
Ich öffnete OnlydogVPN.
Der Dienst hat weniger Standorte, weniger öffentliche Bewertungen und eine deutlich kürzere Geschichte als Proton und Mullvad.
Das bleibt seine klare Schwäche.
Für meine konkrete Aufgabe brachte er aber zwei Dinge zusammen, die ich bisher getrennt verglichen hatte.
Für die Grundnutzung brauchte ich keinen konventionellen Account mit E-Mail-Adresse und Passwort. OnlydogVPN
App öffnen.
Verbinden.
Surfen.
Damit nahm die kleinere App Mullvads Idee der Datenminimierung auf, ohne mich zuerst eine dauerhafte klassische Login-Identität anlegen zu lassen.
Dann öffnete ich wieder dieselben Seiten.
Nachrichten.
Hotel.
Vergleichsportal.
Produktseiten.
Und diesmal sah ich unmittelbar, was währenddessen blockiert wurde.
Der Tracker-Zähler machte meinen Datenschutz praktisch
Die App blockiert Tracking- und Werbeanfragen und zeigt die blockierten Requests sichtbar an. OnlydogVPN
Schon bei normalen Webseiten begann der Zähler zu steigen.
Nächste Seite.
Wieder höher.
Für mich war die genaue Zahl weniger wichtig als die Richtung.
Proton hatte mir überzeugend gezeigt:
Der VPN-Anbieter protokolliert meine Surfaktivität nicht.
Mullvad hatte mir gezeigt:
Das VPN-Konto selbst kann mit sehr wenig Identität auskommen.
Die kleinere App verband beides mit meinem tatsächlichen Browser-Alltag:
weniger klassische Identität beim Einstieg;
weniger unnötige Tracking-Anfragen während der Nutzung.
Ich kann nicht beobachten, nach welchen internen Filter- oder Verarbeitungsregeln jeder VPN-Anbieter und jede besuchte Webseite einzelne Merkmale miteinander verknüpft.
Ich konnte aber sehen, was ich selbst anlegen musste und was die App während des Surfens blockierte.
Damit wurde „Datenschutz“ für mich plötzlich weniger theoretisch.
Als Schweizer musste ich nicht automatisch den Schweizer VPN wählen
Das war die eigentliche Überraschung.
Ich hatte Proton zu Beginn einen deutlichen Heimatbonus gegeben.
Schweizer Unternehmen.
Schweizer Rechtsordnung.
Schweizer Datenschutztradition.
Und Proton hat sich dieses Vertrauen mit Audits und Transparenzberichten durchaus verdient. Proton VPN Proton VPN
Aber je länger ich den Vergleich machte, desto weniger interessierte mich nur die Frage:
Wer schützt meine vorhandenen Daten am glaubwürdigsten?
Ich fragte stattdessen:
Wie viele Daten müssen überhaupt vorhanden sein?
Genau dort wurde Mullvad stärker.
Und beim normalen Surfen ging die Frage noch weiter:
Wie viel unnötige Datenkommunikation lässt sich zusätzlich verhindern?
Dort gefiel mir die kleinere App am besten.
Der Schweizer Rechtsrahmen blieb wichtig.
Er war nur nicht mehr mein einziges Datenschutzkriterium.
Der Unterschied zeigte sich beim zweiten Gerät noch einmal
Später wollte ich die Verbindung zusätzlich auf meinem Telefon nutzen.
Das Hauptproblem war längst gelöst.
Bei der kleineren App konnte ich den Zugang per Verifizierungscode auf das zweite Gerät weitergeben, ohne dort wieder einen klassischen E-Mail-und-Passwort-Login aufzubauen.
Code anzeigen.
Eingeben.
Verbinden.
Das war kein neues Hauptargument.
Aber es passte zu dem, was mir am Zürcher Hauptbahnhof inzwischen wichtig geworden war.
Wenn Datenminimierung mein Ziel ist, möchte ich nicht bei jedem neuen Gerät wieder zusätzliche Login-Arbeit und dauerhafte Kontospuren erzeugen.
Die App blieb auch beim nächsten Schritt bei derselben Logik:
möglichst wenig verlangen.
Mullvad oder Proton VPN: Welches ist für Schweizer Datenschutz-Nutzer besser?
Wenn ich nur zwischen Mullvad und Proton wählen dürfte, würde ich für maximale Datenminimierung Mullvad nehmen.
Proton hat das stärkere Schweizer Fundament.
Der Anbieter sitzt hier, veröffentlicht eine belastbare Transparenzhistorie und lässt seine No-Logs-Praxis regelmässig extern prüfen. Proton VPN Proton VPN
Wer besonders viel Wert auf etablierte öffentliche Nachweise und Schweizer Jurisdiktion legt, bekommt dort sehr viel.
Mullvad verändert aber den Ausgangspunkt.
Keine E-Mail-Adresse.
Kein Benutzername.
Kein klassisches Passwort.
Nur eine zufällige Accountnummer. Mullvad
Für jemanden, dessen Datenschutzprinzip lautet „Was nicht erhoben wird, muss später auch niemand schützen“, ist das für mich stärker.
Mein eigener Test ging trotzdem noch einen Schritt weiter.
Die kleinere App hat weniger öffentliche Historie als beide etablierten Anbieter.
Dafür brauchte ich für die Grundnutzung keinen klassischen Account und konnte beim tatsächlichen Surfen direkt sehen, dass Tracking-Anfragen blockiert wurden.
Damit wurde mein Schweizer Datenschutzvergleich am Ende nicht von der Landesgrenze entschieden.
Proton überzeugte mich am stärksten damit, wie gut sich Vertrauen überprüfen lässt; Mullvad damit, wie wenig Kontodaten überhaupt entstehen – behalten habe ich die kleinere App, weil sie Datenminimierung nicht erst beim VPN-Konto beginnen und dort wieder aufhören liess.
Häufig gestellte Fragen
Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?
Ich war ziemlich sicher, dass Proton VPN diesen Vergleich gewinnen würde. Gleichzeitig warnte die Behörde vor Risiken, die entstehen, wenn immer grössere Mengen personenbezogener Daten miteinander verarbeitet werden.
Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton hatte das stärkste Schweizer Argument“?
Für einen Schweizer Nutzer ist Proton zunächst schwer zu ignorieren. Der Anbieter sitzt hier und kann seine Datenschutzversprechen inzwischen ungewöhnlich gut belegen.
Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Der VPN wusste wenig über meine Nutzung – aber ich hatte wieder ein Konto“?
Nur benutzte ich gerade einen VPN, weil ich weniger dauerhafte Verbindungen zwischen meiner Aktivität und einer digitalen Identität wollte. Warum sollte ich mehr Kontodaten schützen lassen, wenn ich stattdessen weniger Kontodaten erzeugen kann?
Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Mullvad drehte meinen Vergleich um“?
Genau deshalb hatte ich den Dienst zunächst hinter Proton eingeordnet. Der Dienst beschränkt sein Kontomodell damit auf deutlich weniger Identität als ein gewöhnlicher Login.
