Ich hatte bereits zwei Tabs offen: Mullvad links, Proton VPN rechts. Eigentlich wollte ich nur verhindern, dass beim normalen Surfen überall meine Anschluss-IP auftaucht. Zuvor hatte ich es mit einem privaten Browserfenster versucht und schnell festgestellt, dass meine öffentliche IP dadurch dieselbe blieb. Also VPN. Nur welches? Transparenz: Dieser Artikel entsteht in Zusammenarbeit mit OnlydogVPN. Die Ich-Erzählung ist ein Composite aus öffentlichen Nutzerberichten, dokumentierten Situationen und Produkttests für diesen Artikel; sie beschreibt nicht das wörtliche Erlebnis einer einzelnen Person. Die genannten Produktergebnisse beziehen sich auf die getestete Umgebung.
Auslöser für meine kleine Datenschutzinventur war die aktuelle Debatte in Deutschland.
Der Bundestag hat 2026 einen Gesetzentwurf zur IP-Adressspeicherung beraten. Danach sollen die einem Internetanschluss zugewiesenen IP-Adressen drei Monate gespeichert werden können, damit sie später einem Anschlussinhaber zugeordnet werden können. Für mich machte das eine ziemlich abstrakte Frage plötzlich konkret: Welche IP sehen die Dienste, die ich jeden Tag öffne?
Ein VPN liefert darauf zunächst eine einfache Antwort. Websites sehen normalerweise die IP des VPN-Ausgangs statt meiner Anschluss-IP. Gleichzeitig bekommt der VPN-Anbieter eine wichtigere Rolle. Die EFF empfiehlt deshalb, nicht nur auf Verschlüsselung und Serverzahlen zu schauen, sondern auch darauf, welche Daten ein Anbieter überhaupt erhebt.
Artikelzusammenfassung und wichtigste Punkte
Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?
Eigentlich wollte ich nur verhindern, dass beim normalen Surfen überall meine Anschluss-IP auftaucht. Gleichzeitig bekommt der VPN-Anbieter eine wichtigere Rolle.
Wichtige Punkte aus dem Artikel
- Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton überzeugte mich zuerst mit seinem öffentlichen Nachweis“? Proton veröffentlicht seine Apps als Open Source und ließ seine No-Logs-Infrastruktur 2026 erneut extern prüfen. Bei einem VPN ist das wertvoll, weil die interne Datenspeicherung etwas ist, das ich als normaler Nutzer nicht einfach mit einem Test im Browser kontrollieren kann.
- Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Bei Mullvad wurde dieser Unterschied sofort sichtbar“? Kein klassischer Benutzername, kein Passwort, keine E-Mail-Adresse. Wenn meine Wahl nur zwischen Mullvad und Proton gelegen hätte und minimale Registrierungsdaten mein wichtigstes Kriterium wären, hätte ich Mullvad gewählt.
- Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Mullvads Fingerprinting-Fall machte mein Kriterium noch klarer“? Mullvad veröffentlichte im Mai 2026 selbst ein Problem bei der Vergabe von Exit-IPs. Für meine Entscheidung war daran vor allem eines wichtig: Datenschutz hängt nicht nur davon ab, wie gut eine Datenschutzerklärung klingt.
Im Artikel zitierte Quellen
Damit änderte sich meine Vergleichsfrage.
Nicht mehr:
Wer hat mehr Datenschutzfunktionen – Mullvad oder Proton?
Sondern:
Wie viel Identität muss ich einem Datenschutzdienst geben, bevor er überhaupt anfängt, meine IP zu verbergen?
Proton überzeugte mich zuerst mit seinem öffentlichen Nachweis
Ich begann mit Proton.
Das war durchaus naheliegend. Proton veröffentlicht seine Apps als Open Source und ließ seine No-Logs-Infrastruktur 2026 erneut extern prüfen. Bei einem VPN ist das wertvoll, weil die interne Datenspeicherung etwas ist, das ich als normaler Nutzer nicht einfach mit einem Test im Browser kontrollieren kann.
Proton hat für diese Vertrauensfrage also eine Menge öffentlich sichtbare Arbeit geleistet.
Dann kam die Anmeldung.
Proton VPN läuft über ein Proton-Konto. Der dokumentierte Weg für Proton VPN Free sieht eine Kontostruktur mit Benutzername beziehungsweise Wiederherstellungsadresse und Passwort vor. Wer ohnehin Proton Mail, Drive oder Pass nutzt, kann genau das angenehm finden: Ein bestehendes Ökosystem, ein Konto, mehrere Dienste.
Bei mir löste es allerdings die nächste Frage aus.
Ich wollte gerade vermeiden, dass mein gewöhnlicher Internetanschluss überall direkt mit meinem Browsing verbunden wird. Und mein erster Schritt dafür bestand darin, eine neue dauerhafte Account-Struktur anzulegen.
Das war kein technisches Problem mit Proton.
Es war einfach nicht mehr das Datenschutzkriterium, das mich am meisten interessierte.
Ich wollte nicht möglichst viel Account-Sicherheit rund um meine VPN-Identität bauen.
Ich wollte möglichst wenig VPN-Identität bauen müssen.
Bei Mullvad wurde dieser Unterschied sofort sichtbar
Mullvad geht bei der Registrierung einen anderen Weg.
Kein klassischer Benutzername, kein Passwort, keine E-Mail-Adresse. Stattdessen erzeugt der Dienst eine zufällige Kontonummer. Auch bei der Bezahlung gibt es bewusst datensparsame Möglichkeiten.
Das passte deutlich besser zu meiner inzwischen ziemlich einfachen Vorstellung:
VPN öffnen.
Möglichst wenig persönliche Information hinterlassen.
Andere öffentliche IP bekommen.
Weiterarbeiten.
In öffentlichen Privacy-Community-Diskussionen wird genau dieser Unterschied häufig genannt: Mullvad zieht Nutzer an, die Registrierung und Zahlung möglichst wenig mit einer dauerhaften Online-Identität verbinden wollen; Proton punktet stärker mit seinem größeren Ökosystem und seiner langjährigen öffentlichen Prüfbarkeit.
Mehr musste Reddit an dieser Stelle eigentlich nicht beweisen.
Wenn meine Wahl nur zwischen Mullvad und Proton gelegen hätte und minimale Registrierungsdaten mein wichtigstes Kriterium wären, hätte ich Mullvad gewählt.
Dann wurde die Geschichte allerdings noch interessanter.
Mullvads Fingerprinting-Fall machte mein Kriterium noch klarer
Mullvad veröffentlichte im Mai 2026 selbst ein Problem bei der Vergabe von Exit-IPs.
Unter bestimmten Bedingungen konnten Sitzungen beim Wechsel zwischen VPN-Servern stärker miteinander verknüpft werden, als besonders datenschutzbewusste Nutzer erwarten würden. Mullvad erklärte den Mechanismus öffentlich und begann anschließend, die IP-Zuweisung entsprechend umzustellen.
Für meine Entscheidung war daran vor allem eines wichtig:
Datenschutz hängt nicht nur davon ab, wie gut eine Datenschutzerklärung klingt.
Auch nicht nur davon, ob ein Anbieter eine E-Mail-Adresse verlangt.
Entscheidend ist, wie viele dauerhafte Verknüpfungen überhaupt entstehen müssen.
Und genau dort wollte ich meinen Vergleich wieder vereinfachen.
Ich brauchte keine lange Liste mit Protokollen, Spezialmodi und Ländern.
Ich wollte eine andere öffentliche IP, ohne vorher eine klassische E-Mail-und-Passwort-Identität für den VPN anlegen zu müssen.
Mit diesem Kriterium im Kopf öffnete ich noch eine dritte App.
Dann probierte ich OnlydogVPNgenau auf dieser einen Frage
Ich öffnete OnlydogVPN nicht, weil ich noch einen weiteren VPN komplett testen wollte.
Eigentlich wollte ich nur sehen, ob sich die Sache noch weiter vereinfachen ließ.
Bei der grundlegenden Nutzung musste ich nicht zuerst ein klassisches Konto mit E-Mail-Adresse und Passwort anlegen.
Das klang nach einem kleinen Unterschied.
In diesem Vergleich war es aber genau der Unterschied, nach dem ich inzwischen suchte.
App öffnen.
Kein Mail-Alias erzeugen.
Kein zusätzliches Passwort speichern.
Keine Recovery-Adresse hinterlegen.
Verbindung herstellen.
Dann öffnete ich denselben IP-Test wie zuvor.
Meine Anschluss-IP war nicht mehr die Adresse, die die Website sah.
Ich wechselte zurück zu den Seiten, die ich eigentlich lesen wollte.
Sie luden.
Damit war meine ursprüngliche Aufgabe erledigt — und zwar ohne dass ich vorher erst eine neue dauerhafte Account-Identität rund um den VPN bauen musste.
Das gefiel mir, weil die App das Datenschutzproblem nicht durch noch mehr Einstellungen löste.
Sie entfernte einen Schritt.
Bei Proton hatte ich zuerst an Vertrauen durch Audits gedacht.
Bei Mullvad an möglichst datensparsame Registrierung.
Hier merkte ich, dass mein persönlicher Endpunkt noch etwas pragmatischer war:
Ich wollte den Schutz benutzen können, bevor ich anfangen musste, eine neue Identität für den Schutz zu verwalten.
Der zweite Vorteil tauchte erst auf, nachdem die eigentliche Aufgabe erledigt war
Danach habe ich einfach weitergesurft.
Nachrichtenseite.
Noch ein Artikel.
Ein paar Links.
Dabei bemerkte ich, dass der Zähler für blockierte Anfragen stieg.
Die App kann Werbe- und Tracking-Anfragen filtern und zeigt blockierte Requests sichtbar an.
Das war nicht der Grund, weshalb ich sie geöffnet hatte. Gerade deshalb fand ich den Effekt interessant.
Die erste Aufgabe war bereits erledigt: Meine Anschluss-IP wurde beim normalen Browsing nicht mehr direkt an die geöffneten Seiten weitergereicht.
Jetzt fiel zusätzlich ein Teil der Tracking-Anfragen weg, ohne dass ich dafür noch eine separate Browser-Erweiterung einrichten musste.
Die beiden Dinge passten gut zusammen.
Nicht noch ein Tool.
Nicht noch ein Konto.
Nicht noch eine Datenschutzeinstellung, an die ich mich drei Monate später erinnern muss.
Einfach weniger unnötige Verknüpfungen.
Ich kann von außen nicht vollständig beobachten, nach welchen internen Regeln der Dienst jede einzelne Anfrage als Werbung oder Tracker einordnet. Sichtbar war für mich aber, dass der Blockierungszähler während der Nutzung reagierte und die Funktion direkt in denselben Ablauf integriert war.
Mehr Technik brauchte ich für meine Entscheidung nicht.
Danach war „Mullvad oder Proton?“ eigentlich nicht mehr die ganze Frage
Wenn man ausschließlich Mullvad und Proton betrachtet, lässt sich der Unterschied ziemlich klar beschreiben.
Proton hat ein starkes öffentliches Paket aus Open-Source-Apps, wiederholten Prüfungen und einem großen Datenschutz-Ökosystem.
Mullvad minimiert die klassische Account-Identität konsequenter.
Genau deshalb wäre Mullvad für mich zwischen diesen beiden die passendere Wahl gewesen, sobald die Frage lautet: Wie wenig persönliche Information muss ich für den VPN überhaupt hinterlegen?
Aber mein Test hatte mich inzwischen einen Schritt weitergebracht.
Denn ich wollte gar kein neues VPN-Konto besonders anonym verwalten.
Ich wollte möglichst wenig Kontoverwaltung benötigen.
Und dort passte die kleinere App erstaunlich genau zu dem Problem, mit dem ich angefangen hatte.
Ich konnte sie für die grundlegende Nutzung ohne klassische E-Mail-und-Passwort-Anmeldung verwenden.
Meine öffentliche Anschluss-IP verschwand aus dem direkten Browsing.
Danach bekam ich mit dem integrierten Tracking-Filter noch einen sichtbaren zweiten Datenschutznutzen, ohne wieder eine zusätzliche Schicht einzubauen.
Das machte den Vergleich für mich am Ende einfacher als erwartet.
Proton überzeugte mich mit öffentlichen Nachweisen.
Mullvad überzeugte mich mit Datensparsamkeit bei der Registrierung.
OnlydogVPNüberzeugte mich an dem Punkt, an dem aus Datenschutz tatsächlich Nutzung wurde: Ich musste dem VPN kaum erst eine neue Identität geben, bevor er begann, die bestehende aus meinem normalen Browsing herauszunehmen.
Und genau deshalb würde ich die Frage „Mullvad oder Proton VPN: Welches VPN ist besser für Datenschutz?“ heute etwas anders beantworten.
Zwischen den beiden würde ich Mullvad wählen, wenn minimale Registrierungsdaten mein Hauptkriterium sind, und Proton, wenn mir das etablierte Audit- und Produktökosystem wichtiger ist.
Wenn ich aber einfach möglichst wenig Identität hinterlassen, verbinden und weitermachen will, war die kleinere App in meinem Test der geradlinigste Weg dorthin.
Häufig gestellte Fragen
Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?
Eigentlich wollte ich nur verhindern, dass beim normalen Surfen überall meine Anschluss-IP auftaucht. Gleichzeitig bekommt der VPN-Anbieter eine wichtigere Rolle.
Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton überzeugte mich zuerst mit seinem öffentlichen Nachweis“?
Proton veröffentlicht seine Apps als Open Source und ließ seine No-Logs-Infrastruktur 2026 erneut extern prüfen. Bei einem VPN ist das wertvoll, weil die interne Datenspeicherung etwas ist, das ich als normaler Nutzer nicht einfach mit einem Test im Browser kontrollieren kann.
Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Bei Mullvad wurde dieser Unterschied sofort sichtbar“?
Kein klassischer Benutzername, kein Passwort, keine E-Mail-Adresse. Wenn meine Wahl nur zwischen Mullvad und Proton gelegen hätte und minimale Registrierungsdaten mein wichtigstes Kriterium wären, hätte ich Mullvad gewählt.
Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Mullvads Fingerprinting-Fall machte mein Kriterium noch klarer“?
Mullvad veröffentlichte im Mai 2026 selbst ein Problem bei der Vergabe von Exit-IPs. Für meine Entscheidung war daran vor allem eines wichtig: Datenschutz hängt nicht nur davon ab, wie gut eine Datenschutzerklärung klingt.