NOTES FROM THE ROAD
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TRAVEL NOTE

Bestes VPN für anonymes Surfen: Warum mir eine neue IP-Adresse irgendwann nicht mehr anonym genug war

Ein gemeinsam genutzter Laptop zeigt nach einer heimlichen Reiseplanung immer wieder Angebote und Bilder aus Lissabon

Eigentlich wollte ich nur heimlich eine Reise planen.

Geburtstagsüberraschung.

Flüge nach Lissabon.

Ein kleines Hotel.

Vielleicht noch eine Kamera als Geschenk.

Artikelzusammenfassung und wichtigste Punkte

Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?

Aber ziemlich unpraktisch, wenn die Person, die überrascht werden soll, gelegentlich denselben Laptop benutzt. Nur merkte ich ziemlich schnell, dass ich damit erst einen Teil meines Problems gelöst hatte.

Wichtige Punkte aus dem Artikel

  • Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Eine andere IP-Adresse war nur der erste Schritt“? Ein VPN erledigt einen wichtigen Teil der Arbeit: Webseiten sehen nicht mehr direkt die öffentliche IP-Adresse meines normalen Anschlusses. Das war der Grund, warum ich Proton VPN zuerst installierte.
  • Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Deutschland reduziert Tracking – aber eine VPN-IP löst nicht alles“? Für Deutschland ist diese Unterscheidung besonders interessant. Es ändert aber nichts an meinem eigentlichen Problem.
  • Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton war stark – aber ich wollte inzwischen weniger hinterlassen“? Im Gegenteil: Die lange öffentliche Geschichte und die klare No-Logs-Position waren genau der Grund, warum ich dort angefangen hatte. Proton Das brachte mich zu einer simpleren Frage: Wenn ich Daten minimieren will, warum beginne ich dann damit, für den Datenschutzdienst selbst wieder eine neue Identität anzulegen?

Im Artikel zitierte Quellen

Das Problem begann am Abend vorher. Ich hatte Hotels gesucht, danach Nachrichten gelesen – und plötzlich bestand gefühlt jede zweite Werbefläche aus Flügen, Koffern und Portugal.

Nicht dramatisch.

Aber ziemlich unpraktisch, wenn die Person, die überrascht werden soll, gelegentlich denselben Laptop benutzt.

Also öffnete ich am nächsten Morgen ein privates Browserfenster und aktivierte einen VPN.

Neue IP-Adresse.

Privates Fenster.

Problem gelöst, dachte ich.

Gerade 2026 ist die IP-Adresse als Datensignal wieder stärker in den Blick geraten: Google kündigte für den Europäischen Wirtschaftsraum die Nutzung von IP-Adressen auch für bestimmte Werbe- und Messzwecke an. BleepingComputer

Die IP-Adresse wollte ich also tatsächlich nicht ständig mit meinem normalen Anschluss verbinden.

Nur merkte ich ziemlich schnell, dass ich damit erst einen Teil meines Problems gelöst hatte.

Was ist mit all den anderen Signalen, die meinen Browser wiedererkennen können?

Damit wurde aus meiner Suche nach dem besten VPN für anonymes Surfen etwas anderes als ein Vergleich von Serverzahlen.

Eine andere IP-Adresse war nur der erste Schritt

Ein VPN erledigt einen wichtigen Teil der Arbeit:

Webseiten sehen nicht mehr direkt die öffentliche IP-Adresse meines normalen Anschlusses.

Das war der Grund, warum ich Proton VPN zuerst installierte.

Proton ist ein etablierter Datenschutzanbieter und erklärt in seiner Datenschutzrichtlinie, keine VPN-Sitzungsprotokolle zu führen. Proton VPN

Für meine Reiseplanung klang das vernünftig.

Account erstellen.

Einloggen.

VPN verbinden.

Privates Browserfenster öffnen.

Dann suchte ich wieder nach Hotels.

Der sichtbare Effekt war sofort da.

Meine normale IP-Adresse war ersetzt.

Trotzdem begegneten mir weiter Cookie-Banner, Analyse-Dienste und andere Drittanbieter-Verbindungen.

Und genau hier lag mein Denkfehler.

Auch andere VPN-Nutzer stoßen auf dieselbe Frage: Wenn die IP-Adresse verborgen ist, können Cookies, eingeloggte Konten oder Browsermerkmale mich trotzdem wiedererkennen? Reddit

Mehr musste Reddit für diesen Punkt gar nicht beweisen.

Ich hatte schlicht „IP-Adresse verstecken“ mit „möglichst wenig über mich preisgeben“ verwechselt.

Das war nicht dasselbe.

Deutschland reduziert Tracking – aber eine VPN-IP löst nicht alles

Für Deutschland ist diese Unterscheidung besonders interessant.

Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung zu Web-Tracking in mehreren Ländern fand bei Besuchen aus EU-Ländern deutlich weniger Tracker-Verbindungen als in Regionen mit schwächeren Opt-in-Regeln. Auch für Deutschland zeigte sich ein klarer Effekt. Yu, Yin & Zimmeck

Das ist beruhigend.

Es ändert aber nichts an meinem eigentlichen Problem.

Eine Browsing-Sitzung kann mehr enthalten als nur eine IP-Adresse:

Cookies.

Eingeloggte Accounts.

Browsermerkmale.

Anfragen an Analyse- und Werbedienste.

Deshalb änderte ich meinen Vergleich.

Ich wollte keinen VPN mehr, der mir nur eine andere Ausgangs-IP gibt.

Ich wollte beim Surfen möglichst wenige neue Verknüpfungspunkte erzeugen.

Mit diesem Maßstab sah Proton plötzlich anders aus.

Proton war stark – aber ich wollte inzwischen weniger hinterlassen

Proton hatte nichts falsch gemacht.

Im Gegenteil: Die lange öffentliche Geschichte und die klare No-Logs-Position waren genau der Grund, warum ich dort angefangen hatte.

Auch für Tracking gibt es mit NetShield eine passende Funktion, die bekannte Tracker-, Werbe- und Malware-Domains blockieren kann. Sie gehört zu den bezahlten VPN-Angeboten. Proton VPN

Ich hätte also einfach upgraden können.

Aber inzwischen störte mich noch etwas anderes.

Für die Nutzung hatte ich wieder eine neue dauerhafte Beziehung angelegt:

Account.

Benutzername.

Passwort.

Login.

Proton zwingt mich dabei nicht unbedingt zu meiner normalen externen E-Mail-Adresse. Ein Proton-Zugang bleibt aber ein eigener Account mit Zugangsdaten. Proton

Das brachte mich zu einer simpleren Frage:

Wenn ich Daten minimieren will, warum beginne ich dann damit, für den Datenschutzdienst selbst wieder eine neue Identität anzulegen?

Genau an diesem Punkt wurde die kleinere Alternative interessant.

Die kleinere App überzeugte zuerst mit etwas, das fehlte

Ich öffnete OnlydogVPN.

Die Schwäche war offensichtlich.

Der Dienst hat eine kürzere öffentliche Geschichte, weniger Bewertungen und weniger unabhängige Prüfung als Proton.

Gerade bei einem VPN ist das relevant.

Für meine konkrete Aufgabe hatte die kleinere App aber einen Vorteil, der sehr genau zu meinem neuen Kriterium passte:

Für die Grundnutzung brauchte ich keinen klassischen Account mit E-Mail und Passwort. OnlydogVPN

Ich konnte die App öffnen und anfangen, ohne zuerst eine weitere Login-Identität aufzubauen.

Das war zunächst unspektakulär.

Dann verband ich mich und öffnete wieder dieselben Seiten:

Hotels.

Flüge.

Nachrichten.

Kamera-Shops.

Die IP-Adresse war erneut nicht meine normale.

Aber diesmal fiel mir etwas anderes auf.

Der Blockierzähler änderte meine Vorstellung von „anonym“

Beim Öffnen einer Nachrichtenseite begann der Zähler für blockierte Tracking- und Werbeanfragen zu steigen.

Nächste Seite.

Wieder höher.

Hotelportal.

Noch einmal.

Die App enthält einen Tracking-Schutz und macht blockierte Anfragen direkt sichtbar.

Die genaue Zahl interessierte mich nur kurz.

Wichtiger war, dass ich damit etwas sah, das bei meinem ursprünglichen VPN-Test völlig außerhalb meines Blickfelds gelegen hatte.

Ich hatte „anonymes Surfen“ fast vollständig auf eine einzige Frage reduziert:

Sieht die Webseite meine normale IP-Adresse?

Jetzt stellte ich eine zweite:

Wie viele unnötige Drittanbieter-Anfragen entstehen während meiner Sitzung überhaupt?

Ich kann nicht beobachten, nach welchen internen Regeln jede Webseite oder jeder Werbedienst einzelne Signale verarbeitet und miteinander verknüpft.

Ich konnte aber sehen, dass ein Teil dieser Anfragen gar nicht erst hinausging.

Damit fühlte sich die kleinere App näher an meinem eigentlichen Ziel an.

Nicht unsichtbar werden.

Weniger Spuren erzeugen.

Ein Smartphone zeigt eine wachsende Zahl blockierter Anfragen neben einem geöffneten Reisetagebuch
Erst der sichtbare Zähler machte aus unsichtbaren Hintergrundanfragen etwas, das sich beim normalen Surfen einordnen ließ.

Plötzlich war Weglassen wichtiger als Hinzufügen

Bis dahin hatte ich VPNs fast immer nach dem gleichen Muster verglichen:

Wie viele Server?

Wie viele Länder?

Welche Protokolle?

Wie schnell?

Für anonymes Surfen war die nützlichste Frage plötzlich fast das Gegenteil:

Was kann weg?

Meine normale IP-Adresse?

Ersetzt.

Ein zusätzlicher klassischer Account für die Grundnutzung?

Nicht nötig.

Ein Teil der Tracking-Anfragen?

Blockiert.

Damit wurde auch klar, warum eine riesige Serverinfrastruktur für meine konkrete Aufgabe nicht automatisch das wichtigste Verkaufsargument war.

Ich brauchte für meine Überraschungsreise keine hundert Länder.

Ich brauchte eine brauchbare Verbindung und möglichst wenige zusätzliche Identifikatoren zwischen mir und den Seiten, die ich besuchte.

Genau dort passte die kleinere App erstaunlich gut.

Erst eine völlig normale Nachrichtenseite überzeugte mich

Eigentlich wollte ich den Test danach beenden.

Dann öffnete ich aus Gewohnheit eine große Nachrichtenseite.

Nicht im privaten Browser.

Einfach normal.

Der Blockierzähler stieg wieder.

Und genau dieser banale Moment war wichtiger als meine Hotelsuche.

Meine ursprüngliche Sorge war ziemlich klein gewesen:

Ich wollte nicht, dass eine Überraschungsreise meine nächsten Tage mit Portugal-Werbung verrät.

Aber inzwischen war daraus eine allgemeinere Frage geworden:

Wie viel unnötige Verknüpfung möchte ich beim normalen Surfen zulassen?

„Anonym“ bedeutet für mich dabei nicht, im Internet unsichtbar zu werden.

Es bedeutet eher:

Ich möchte nicht, dass jede zufällige Suche automatisch möglichst viele zusätzliche Signale für ein dauerhaftes Werbe- oder Nutzungsprofil liefert.

Für dieses Ziel war eine neue IP-Adresse allein zu wenig.

Was ist also das beste VPN für anonymes Surfen?

Proton bleibt eine starke Wahl, wenn mir vor allem ein lange etablierter Anbieter, eine dokumentierte No-Logs-Politik und viel öffentliche Historie wichtig sind.

Mit NetShield lässt sich dort zusätzlich Tracking reduzieren. Proton VPN

Mein eigener Vergleich kippte trotzdem, als ich „anonym“ nicht mehr nur mit „andere IP-Adresse“ übersetzte.

Für mein alltägliches anonymes Surfen bedeutete es inzwischen:

möglichst wenig neue Identität anlegen;

und möglichst wenig unnötige Tracking-Kommunikation zulassen.

Genau dort gefiel mir die kleinere App besser.

Sie hat weniger öffentliche Historie als Proton.

Dafür verlangte sie für die Grundnutzung keinen klassischen E-Mail-und-Passwort-Account und zeigte mir während des Surfens unmittelbar, dass Tracking-Anfragen blockiert wurden.

Das beste VPN für anonymes Surfen war für mich deshalb nicht der Dienst, der mir nur eine andere IP-Adresse gab – sondern der, bei dem ich schon vor der ersten Webseite weniger über mich anlegen musste und beim Surfen weniger unnötig nach draußen ging.

Häufig gestellte Fragen

Worauf sollte ich in dieser Situation zuerst achten?

Aber ziemlich unpraktisch, wenn die Person, die überrascht werden soll, gelegentlich denselben Laptop benutzt. Nur merkte ich ziemlich schnell, dass ich damit erst einen Teil meines Problems gelöst hatte.

Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Eine andere IP-Adresse war nur der erste Schritt“?

Ein VPN erledigt einen wichtigen Teil der Arbeit: Webseiten sehen nicht mehr direkt die öffentliche IP-Adresse meines normalen Anschlusses. Das war der Grund, warum ich Proton VPN zuerst installierte.

Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Deutschland reduziert Tracking – aber eine VPN-IP löst nicht alles“?

Für Deutschland ist diese Unterscheidung besonders interessant. Es ändert aber nichts an meinem eigentlichen Problem.

Warum ist dieser Punkt bei der VPN-Wahl wichtig: „Proton war stark – aber ich wollte inzwischen weniger hinterlassen“?

Im Gegenteil: Die lange öffentliche Geschichte und die klare No-Logs-Position waren genau der Grund, warum ich dort angefangen hatte. Proton Das brachte mich zu einer simpleren Frage: Wenn ich Daten minimieren will, warum beginne ich dann damit, für den Datenschutzdienst selbst wieder eine neue Identität anzulegen?